„Becoming Taylor Swift“: Doku zeigt Aufstieg und Rückschläge
Becoming Taylor Swift: Doku über Swifts Aufstieg

„Becoming Taylor Swift“: Doku über Aufstieg und Rückschläge der Pop-Ikone

Wie wurde Taylor Swift zum weltweit erfolgreichsten Popstar? Die zweiteilige Dokumentation „Becoming Taylor Swift“ zeichnet ihren Weg nach – von den Anfängen in der Country-Szene bis zur monumentalen „Eras Tour“. Ab heute ist die Doku im ZDF-Streamingportal abrufbar; die lineare Ausstrahlung erfolgt am 12. Juni um 0.45 Uhr im ZDF.

Vom Country-Mädchen zum Pop-Phänomen

Regisseur Guy King beginnt die Erzählung in Nashville, wo Swift als Teenager erste Songs schrieb. Mit Beharrlichkeit, Talent und der Unterstützung ihrer Eltern erkämpfte sie sich einen Plattenvertrag. Archivbilder, Tonaufnahmen und Liedzitate veranschaulichen, wie sie sich von Album zu Album weiterentwickelte, das Country-Genre hinter sich ließ und als Popstar neu erfand. Experten heben hervor, dass Swift bewusst ein junges, weibliches Publikum ansprach – mit großen Gefühlen statt viel Haut. „Sie bediente eine unterrepräsentierte Zielgruppe“, sagt Journalistin Zing Tsjeng: „Junge Frauen und Mädchen, die jemanden suchen, der ihre Gefühle widerspiegelt.“

Einblicke in die frühen Jahre

Der frühere Manager Rick Barker und die Journalistin Vanessa Grigoriadis, die Swift 2009 interviewte, liefern spannende Einblicke. Auszüge aus den Tonaufnahmen zeigen die damals 19-Jährige, die sich intensiv mit ihrer Musik auseinandersetzte. Langjährige Fans, sogenannte Swifties, erzählen, wie sie mit den Liedern aufwuchsen und Parallelen zu ihrem eigenen Leben zogen. Der erste Teil endet mit der öffentlichen Fehde mit Kanye West und Kim Kardashian 2016, die zu Swifts Rückzug aus der Öffentlichkeit führte. Mit dem Album „Reputation“ (2017) feierte sie ein Comeback.

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Kein neues Interview – eine Lücke

Die zweite Folge behandelt weitere Alben nur angerissen, konzentriert sich stattdessen auf Swifts politische Stimme und den Kampf um die Rechte an ihren ersten sechs Alben. Als die Doku bei der „Eras Tour“ (2023) ankommt, wird eine Schwäche deutlich: Swift selbst kommt nur in Archivmaterial zu Wort – etwa aus der Netflix-Doku „Miss Americana“ (2020). Neue Interviews fehlen, obwohl Swift zuletzt zahlreiche Gespräche führte, etwa im Podcast ihres Partners Travis Kelce oder in der „New York Times“. Wer diese Quellen kennt, entdeckt wenig Neues. Für Einsteiger bietet „Becoming Taylor Swift“ jedoch einen kurzweiligen Überblick über das Leben der Pop-Ikone.

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