Robyn hat Berlin noch in guter Erinnerung. „So viele Nächte in dieser Stadt haben es in meine Songs geschafft. So viele Nächte unterwegs mit Freunden – und Liebhabern“, erzählt sie auf halber Strecke durch ihr Konzert am Mittwochabend in der Uber Arena. „So viel Spaß.“ Aber am Ende habe sie doch wieder nur traurige Lieder geschrieben.
Ein Meisterwerk der tanzbaren Melancholie
Die schwedische Pop-Ikone bewies bei ihrem Auftritt, wie tanzbar traurige Songs sein können. Das Publikum erlebte eine Mischung aus Club-Atmosphäre und intimen Momenten. Robyns Musik vereint tiefe Emotionen mit treibenden Beats, die das Publikum in Bewegung hielten.
Besonders bewegend war der Song über künstliche Befruchtung, der persönliche Einblicke in ihr Leben gewährte. Der Track zeigt eine verletzliche Seite der Künstlerin, die offen über ihre Erfahrungen spricht. „Es geht um Liebe, Sex und die Sehnsucht nach einem Kind“, erklärte sie dem Publikum.
Eine Reise durch die Diskografie
Das Set umfasste Klassiker wie „Dancing on My Own“ und „Call Your Girlfriend“, aber auch neuere Stücke. Robyn verstand es, die Menge mitzureißen und gleichzeitig nachdenkliche Töne anzuschlagen. Die Verbindung zwischen ihr und den Fans war spürbar, viele sangen jede Zeile mit.
Die Inszenierung war minimalistisch, aber effektiv: Lichteffekte und eine klare Bühnenpräsenz ließen die Musik im Mittelpunkt stehen. Robyns Stimme war kraftvoll und emotional, sie wechselte mühelos zwischen Flüstern und kraftvollen Tönen.
Berlin als Inspirationsquelle
Die Stadt Berlin spielt eine besondere Rolle in Robyns Schaffen. Sie betonte, wie viele Nächte in der Hauptstadt in ihre Songs eingeflossen sind. „Berlin hat mich immer inspiriert, hier fühle ich mich frei“, sagte sie. Das Publikum quittierte dies mit tosendem Applaus.
Das Konzert endete mit einer energiegeladenen Zugabe, die niemanden auf den Sitzen ließ. Robyn verabschiedete sich mit den Worten: „Bis zum nächsten gebrochenen Herz – dann sehen wir uns wieder.“



