Die sechsfache Oscar-Nominierte Amy Adams hat im Podcast „SmartLess“ eine außergewöhnliche Begebenheit geschildert: Sie rettete einem Fremden das Leben, nachdem dieser in Santa Monica niedergestochen worden war. Die 51-jährige Schauspielerin war mit ihrem Vater, ihrem Ehemann Darren Le Gallo und ihrer Tochter auf dem Heimweg von einem Restaurant, als plötzlich Chaos ausbrach. Menschen schrien, und ein Mann taumelte blutend an ihnen vorbei. „Er stirbt!“, riefen Umstehende.
Blitzschnelles Handeln in der Notlage
Adams schilderte, dass sie sofort die Kontrolle übernahm. Sie schickte ihre Tochter mit dem Ehemann zur Seite, während sie und ihr Vater zu dem Verletzten eilten. Gemeinsam pressten sie Strandtücher auf die Wunde und übten Druck aus, um die Blutung zu stoppen. „Du musst deinen Puls beruhigen. Atme tief ein“, sagte sie zu dem Mann, um ihn bei Bewusstsein zu halten. Diese Ruhe, so erklärte sie, habe sie aus einer unerwarteten Quelle bezogen: der kurzlebigen CBS-Arztserie „Dr. Vegas“ aus dem Jahr 2004.
„Dr. Vegas“ als unerwartete Quelle medizinischen Wissens
In der Serie spielte Adams eine Krankenpflegerin – eine Rolle, die sie nachhaltig prägte. „Dr. Vegas“ wurde bereits nach fünf ausgestrahlten Folgen abgesetzt, doch für Adams war die Arbeit daran bedeutend. Für die Rolle färbte sie sich die Haare rot, was ihr fortan ungewöhnliche und lustige Rollen einbrachte, statt immer nur für die Parts der flirtenden, einfältigen Figur vorzusprechen. Mehr als 20 Jahre später erwies sich das medizinische Wissen aus der Serie als lebensrettend.
Zufälliges Wiedersehen im Restaurant
Das erstaunlichste Kapitel der Geschichte spielte sich jedoch später ab: Adams begegnete dem geretteten Mann zufällig in einem anderen Restaurant in Los Angeles. Er kam auf sie zu, seinen Sohn an der Hand, Tränen in den Augen. „Es war total verrückt“, sagte die Schauspielerin im Podcast. Für Adams, die derzeit in der Apple-TV-Serie „Cape Fear“ als Anwältin zu sehen ist, bedeutet diese Erfahrung offenbar mehr als jede Trophäe.



