Ariana Grande verklagt Hacker wegen gestohlener Musik
Ariana Grande verklagt Hacker wegen gestohlener Musik

Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Ariana Grande geht juristisch gegen unbekannte Hacker vor. Diese sollen sich Zugang zu privaten Konten von Produzenten und Fotografen verschafft haben, mit denen Grande eng zusammenarbeitet. Die gestohlenen Inhalte – darunter unveröffentlichte Musik, Videos und Fotos – wurden nach Angaben ihrer Anwälte im Darknet gegen hohe Geldsummen verkauft. Die Klage wurde in Los Angeles eingereicht, wie der „Hollywood Reporter“ und das Promiportal „People“ berichten.

Jahrelange Hackerangriffe und gestohlene Inhalte

Laut der Klageschrift erstrecken sich die Hackerangriffe über mehrere Jahre. Allein im Jahr 2023 tauchten 45 noch unveröffentlichte Songs vorzeitig im Internet auf. Betroffen waren unter anderem die Lieder „Fantasize“, „That Bitch is Mine“ und „White Tee“. Die Anwälte der Sängerin bezeichnen dies als „böswilligen Eingriff in die Privatsphäre“ und eine „Beeinträchtigung ihrer Karriere“, die der Sängerin „nicht wiedergutzumachenden Schaden zugefügt“ hätten. Die geklauten Inhalte umfassen Aufnahmen aus Grandes kreativem Schaffensprozess, die nie für die Öffentlichkeit bestimmt waren.

Rechtliche Schritte und Auswirkungen auf die Karriere

Mit der Klage will Grande nicht nur die Identität der Hacker ermitteln, sondern auch Schadensersatz fordern. Ihre Anwälte betonen, dass der Diebstahl ihrer unveröffentlichten Arbeit nicht nur finanzielle Verluste verursacht, sondern auch ihre künstlerische Freiheit und Kontrolle über ihre Musik beeinträchtigt. Die Hacker hätten ihre „persönlichen Daten und Inhalte im Dark Web für beträchtliche Geldsummen“ verkauft, heißt es in der Klageschrift.

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Grande, die im April ihr achtes Studioalbum „Petal“ (deutsch: Blütenblatt) angekündigt hatte, steht kurz vor der Veröffentlichung am 31. Juli. Das Album ist nach „Eternal Sunshine“ aus dem Jahr 2024 ihr nächstes Werk. Die Sängerin machte zuletzt vor allem als Schauspielerin in dem zweiteiligen Filmmusical „Wicked“ in der Rolle der Hexe Glinda von sich reden. Die Vorfälle könnten jedoch auch die Vermarktung ihrer neuen Musik beeinflussen.

Reaktionen der Musikindustrie

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Bedrohung durch Hackerangriffe in der Musikbranche. Immer wieder werden unveröffentlichte Werke von Künstlern gestohlen und illegal verbreitet. Grandes Klage könnte ein Präzedenzfall werden, um solche Angriffe stärker zu verfolgen. Branchenexperten erwarten, dass der Fall die Diskussion über den Schutz geistigen Eigentums und die Sicherheit digitaler Konten neu entfacht.

Bisher haben sich die mutmaßlichen Hacker nicht öffentlich geäußert. Die Ermittlungen der zuständigen Behörden laufen. Die Sängerin und ihr Team hoffen, durch die Klage nicht nur Gerechtigkeit zu erlangen, sondern auch andere Künstler zu ermutigen, gegen derartige Verstöße vorzugehen.

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