Treptow-Köpenick: Verkehr, Wohnen, Ärztemangel vor der Wahl
Treptow-Köpenick: Verkehr, Wohnen, Ärztemangel

Die Berliner Morgenpost hat die Bürgermeisterkandidaten von Treptow-Köpenick zu den drängendsten Problemen befragt, die der Bezirk vor der Berlin-Wahl im September lösen muss. Drei Themen stechen besonders hervor: Verkehr, Wohnen und der akute Ärztemangel. Die Kandidaten präsentierten ihre Lösungsansätze, um die Lebensqualität im größten Berliner Bezirk zu verbessern.

Verkehrsinfarkt im Bezirk

Treptow-Köpenick leidet unter einem wachsenden Verkehrsaufkommen, insbesondere auf den Hauptverkehrsachsen wie der B96a und der Köpenicker Straße. Staus und Lärmbelastung nehmen zu, während der öffentliche Nahverkehr vielerorts an Kapazitätsgrenzen stößt. Die Kandidaten schlugen Verbesserungen beim Ausbau von Busspuren, den Taktverdichtungen bei Straßenbahnen und zusätzliche Radwege vor. Einigkeit herrschte über die Notwendigkeit, den Individualverkehr durch attraktive Alternativen zu reduzieren. Laut Morgenpost ist die Verkehrswende eines der zentralen Wahlkampfthemen.

Wohnungsnot in Treptow-Köpenick

Die Wohnungsknappheit im Bezirk hat sich verschärft. Die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen steigt rasant, doch Neubauprojekte kommen nur schleppend voran. Die Kandidaten fordern mehr öffentlich geförderten Wohnungsbau und die Aktivierung von Baulücken. „Die Mietpreise dürfen nicht weiter explodieren – wir brauchen eine soziale Wohnungspolitik, die auch Familien mit niedrigem Einkommen eine Perspektive bietet“, zitierte die Zeitung einen der Kandidaten. Zudem müsse die Aufwertung von Bestandsgebäuden vorangetrieben werden, um die Sanierungsrate zu erhöhen. Bezirkspolitiker verweisen auf den hohen Anteil an Einfamilienhäusern, der eine effizientere Nutzung des Bodens erfordere. Alle Kandidaten betonten, dass die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften stärker in die Pflicht genommen werden müssten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ärztemangel – besonders in ländlichen Ortsteilen

Der Mangel an Haus- und Fachärzten ist in den peripheren Ortsteilen wie Schmöckwitz, Grünau und Friedrichshagen besonders spürbar. Längere Wartezeiten für Facharzttermine und die Schließung von Arztpraxen gefährden die medizinische Versorgung. Die Kandidaten versprechen, die Ansiedlung von Ärzten durch günstige Praxisflächen zu fördern und den Ausbau telemedizinischer Angebote voranzutreiben. Ein Kandidat schlug die Einrichtung eines Gesundheitszentrums vor, das sozial benachteiligte Stadtteile besser abdecken soll. Der Ärztemangel wird von der Morgenpost als eines der dringlichsten Handlungsfelder identifiziert, das ohne Unterstützung des Senats kaum zu bewältigen sei.

Die Berliner Morgenpost interviewte die Bürgermeisterkandidaten der großen Parteien – CDU, SPD, Grüne, Linke und AfD – die alle betonten, dass die Lösung dieser Probleme nur mit einer engen Zusammenarbeit zwischen Bezirk und Land gelingen kann. Die Bezirkswahlen am 26. September werden zeigen, welcher Kandidat das Vertrauen der Wähler für die Umsetzung dieser Vorhaben erhält.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration