Bundeswehr: Pistorius zieht Kriegsschiffe aus Rotem Meer zurück
Pistorius zieht Kriegsschiffe aus Rotem Meer zurück

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat die beiden Minenjagdboote Fulda und Mosel aus dem Roten Meer abgezogen. Hintergrund ist die Eskalation des Krieges zwischen den USA und Iran, wie der SPIEGEL berichtet. Die Schiffe sollen sich nun im Mittelmeer bereithalten.

Rückzug wegen eskalierender Lage

Die Entscheidung fiel angesichts der zunehmenden Spannungen in der Region. Pistorius ordnete den Rückzug an, um die Besatzungen nicht unnötig zu gefährden. Die Fulda und die Mosel waren Teil der EU-Mission „Aspides“ zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte: „Die Sicherheit unserer Soldaten hat oberste Priorität. Angesichts der sich zuspitzenden Lage haben wir die Schiffe zurückbeordert.“ Die Boote verlegen nun in das östliche Mittelmeer, wo sie für weitere Einsätze zur Verfügung stehen.

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Hintergrund des Konflikts

Der Krieg zwischen den USA und Iran hat in den vergangenen Tagen an Intensität gewonnen. Seit Angriffen auf US-Streitkräfte im Irak und syrische Verbündete haben beide Seiten ihre militärischen Aktivitäten ausgeweitet. Das Rote Meer gilt als besonders gefährdet, da die Huthi-Rebellen im Jemen, die vom Iran unterstützt werden, wiederholt Handelsschiffe angegriffen haben.

Die EU-Mission „Aspides“ war erst im Februar 2024 gestartet, um die Sicherheit der Seewege zu gewährleisten. Deutschland hatte sich mit den beiden Minenjagdbooten beteiligt, die zur Minenräumung und Aufklärung eingesetzt wurden.

Reaktionen und Ausblick

Oppositionspolitiker kritisierten den Rückzug als Zeichen der Schwäche. Der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Florian Hahn, sagte: „Der Abzug sendet das falsche Signal an unsere Verbündeten. Deutschland muss seiner Verantwortung in der Region gerecht werden.“

Das Verteidigungsministerium betonte hingegen, dass die Entscheidung taktisch begründet sei. „Die Schiffe bleiben einsatzbereit und können bei Bedarf schnell wieder verlegt werden“, so der Sprecher. Die genaue Dauer des Aufenthalts im Mittelmeer sei noch offen.

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