US-Repräsentantenhaus verabschiedet Resolution gegen Iran-Krieg
Das US-Repräsentantenhaus hat eine Resolution verabschiedet, die Präsident Donald Trump zur Beendigung des Militäreinsatzes im Iran auffordert. Der Beschluss wurde mit 214 Ja-Stimmen angenommen, darunter auch Vertreter der Republikaner. 208 Abgeordnete stimmten dagegen. Die Resolution hat keine unmittelbare rechtliche Konsequenz, zeigt aber den wachsenden politischen Druck auf Trump, insbesondere vor den Zwischenwahlen zum Kongress im November. Bereits im Juni hatte sich das Repräsentantenhaus gegen den Krieg ausgesprochen. In der Resolution heißt es, für den Kampfeinsatz sei eine formelle Kriegserklärung durch den Kongress nötig. Auch im Senat gab es bereits Widerstand gegen Trumps Kriegsführung.
Ölpreis steigt auf 100 Dollar nach Tankerangriff
Nach einem Angriff auf einen saudiarabischen Öltanker im Roten Meer ist der Ölpreis massiv angestiegen. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent erreichte am Donnerstag die Marke von 100 US-Dollar. Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen gab an, zwei saudiarabische Tanker angegriffen zu haben. Saudi-Arabien bestätigte, dass ein Schiff getroffen wurde und ein Feuer an Bord ausbrach. Analyst Josh Farber von der französischen Bank BNP Paribas sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dies könne finanzpolitische Folgen für Europa haben. „Sollte der Ölpreis dauerhaft auf einem höheren Niveau bleiben, wird die EZB in diesem Jahr noch mindestens einmal den Leitzins im Euro-Raum erhöhen“, so Farber. Der EZB-Rat hatte bei seiner Sitzung am Donnerstag den Leitzins zunächst unverändert gelassen, betonte aber seine Entschlossenheit, die Inflation bei zwei Prozent zu stabilisieren.
US-Außenminister: Huthis sind Iran „auf den Leim gegangen“
US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Rande des ASEAN-Außenministertreffens in Manila, die Huthi-Miliz habe sich von Teheran zu den Angriffen auf saudiarabische Öltanker verleiten lassen. „Ich glaube, dass die Huthis offen gesagt den Iranern in dieser Sache auf den Leim gegangen sind“, sagte Rubio. Bisher habe sich die Miliz im Iran-Krieg „weitestgehend klug“ verhalten. Nun seien sie offenbar dazu verleitet worden, sich einzumischen. Rubio hoffe auf eine Deeskalation. US-Präsident Donald Trump drohte den Huthi-Rebellen auf seiner Plattform Truth Social mit einer „bedeutenden militärischen Bestrafung“. Sollten die Huthi erneut Öltanker angreifen, würden sie und auch der Iran militärisch bestraft. Der Oman erklärte, an einer Wiederaufnahme der Gespräche zwischen den Huthis und Saudi-Arabien zu arbeiten.
Deutsche Marineschiffe verlegen ins Mittelmeer
Die deutsche Marine zieht sich angesichts der „volatilen politischen Lage“ vorerst aus der Golfregion zurück. Das Bundesverteidigungsministerium teilte mit, das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ würden in den kommenden Tagen in das östliche Mittelmeer verlegt. Die Schiffe befanden sich im Hafen von Dschibuti für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. Ein Verbleib in der Region stelle eine „vermeidbare Belastung der technischen Systeme“ dar, so das Ministerium. Sobald ein zeitnaher Missionsbeginn wieder absehbar sei, würden die Schiffe zurückverlegt.
Huthis lassen chinesischen Öltanker passieren
Die Huthi-Miliz lässt offenbar einige Schiffe mit Bezug zu anderen Ländern passieren. Einem chinesischen Öltanker wurde die Durchfahrt durch die Meerenge Bab al-Mandab genehmigt, berichtete das Fachmedium „Lloyd‘s List“. Chinesische Tanker, die vom saudischen Hafen Janbu zurückkehrten, könnten von Fall zu Fall mit der Miliz verhandeln. Die US-Denkfabrik Institute for the Study of War zählte bisher sieben Schiffe, die nach den jüngsten Drohungen der Huthis ihren Kurs änderten, um eine Durchfahrt zu vermeiden.
EU-Außenbeauftragte Kallas fordert Stopp der Drohungen
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte die Huthi-Rebellen auf, ihre Drohungen gegen den internationalen Schiffsverkehr im Roten Meer zu beenden. Die angekündigte Seeblockade gegen Saudi-Arabien sei eine Gefahr für die regionale Stabilität. Solche Angriffe seien inakzeptabel und verschärften die fragile Lage im Nahen Osten. Kallas betonte, dass der EU-Marineeinsatz „Aspides“ weiter bereit sei, die Freiheit der Schifffahrt zu schützen.
Jordanien meldet erneut iranischen Beschuss
Jordanien steht nach eigenen Angaben weiterhin unter iranischem Beschuss. Die jordanische Luftwaffe habe innerhalb von 24 Stunden erneut iranische Raketen und Drohnen abgefangen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Petra. Drei Raketen seien abgeschossen worden, eine vierte sei in einem abgelegenen Gebiet niedergegangen. Jordanien beheimatet US-Truppen und ist damit ein mögliches Ziel iranischer Vergeltungsangriffe.
Kreml dämpft Hoffnung auf baldige Lösung im Ukraine-Krieg
Nach einem Treffen der Außenminister Russlands und der USA in Manila schätzt der Kreml die Aussichten auf ein schnelles Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs als wenig optimistisch ein. Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow betonte, Russland werde den Dialog fortsetzen. Er hoffe auf einen Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau. Washingtons Friedensbemühungen für die Ukraine sind angesichts des US-Krieges im Iran weitgehend ins Stocken geraten.
Kreml äußert sich nicht zu Bericht über Hilfe bei Angriff auf CIA
Der Kreml lehnte eine Stellungnahme zu einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters ab, wonach US-Geheimdienstanalysten eine mögliche russische Unterstützung bei iranischen Drohnenangriffen auf CIA-Einrichtungen am Persischen Golf untersuchen. Insidern zufolge haben Experten noch keine endgültigen Schlüsse gezogen, verwiesen jedoch auf die Effektivität der Angriffe und die allgemeine technische Unterstützung Russlands für den Iran.
Rubio: Iran bricht immer wieder Vereinbarungen
US-Außenminister Marco Rubio warf dem Iran vor, Vereinbarungen mit den USA systematisch zu brechen. Die USA hielten sich an ihre Zusagen, während die Führung in Teheran Abkommen immer wieder verletze. „Diese Leute schließen Vereinbarungen und brechen sie fast umgehend wieder oder beschließen, die Vereinbarung zu ändern“, sagte Rubio in Manila. Der Iran zahle nun den Preis dafür. Möglicherweise ändere die Führung in Teheran in den kommenden Tagen ihre Meinung.
Ölpreise legen weiter zu – Höchster Stand seit Anfang Juni
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Der Preis für Brent-Rohöl zur Lieferung im September stieg erstmals seit Anfang Juni über 96 US-Dollar je Barrel. Zuletzt kostete ein Barrel 95,78 Dollar, fast zwei Prozent mehr als am Vortag. Getrieben wird der Preis von der Eskalation im US-iranischen Krieg und den Huthi-Angriffen auf saudiarabische Tanker.
Iran meldet Angriffe auf US-Stellungen in Jordanien und Kuwait
Der Iran hat nach eigenen Angaben erneut US-Stellungen in der Nahost-Region angegriffen. In Jordanien seien US-Raketensysteme sowie Waffen- und Treibstofflager die Ziele gewesen. In Kuwait seien die Stützpunkte Al-Adiri, Doha und Arifdschan sowie die Luftwaffenbasis Ali al-Salem ins Visier genommen worden. Zu etwaigen Schäden oder Opfern lagen zunächst keine Angaben vor.
US-Repräsentantenhaus ermöglicht deutlich höheren Verteidigungsetat
Inmitten des Iran-Kriegs hat das US-Repräsentantenhaus die jährlich verabschiedete Verteidigungsstrategie gebilligt, die für 2027 Rekord-Haushaltsmittel von 1,15 Billionen Dollar für das Pentagon vorsieht. Das Gesetz, der National Defense Authorization Act (NDAA), wurde mit 216 zu 212 Stimmen knapp angenommen. Es sieht rund 250 Milliarden Dollar mehr vor als 2026. Mit dem zusätzlichen Geld soll unter anderem eine Sold-Erhöhung für Militärangehörige von fünf bis sieben Prozent ermöglicht werden. Außerdem soll die US-Armee auf Drängen von Präsident Trump einen Raketenabwehrschirm nach dem Vorbild des israelischen „Iron Dome“ entwickeln. Das Gesetz muss nun noch vom Senat gebilligt werden.
Huthi-Miliz meldet Angriffe auf saudiarabische Öltanker
Nur wenige Tage nach der Verkündung einer Seeblockade hat die Huthi-Miliz im Roten Meer nach eigenen Angaben zwei saudiarabische Öltanker beschossen. Die Schiffe „Encelia“ und „Layla“ seien mit Raketen und Drohnen attackiert worden. Saudi-Arabien bestätigte, dass die „Encelia“ getroffen wurde und ein Brand am Bug ausbrach. Die Crew sei nicht in Gefahr. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) berichtete, dass ein Öltanker von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen wurde, etwa 70 Seemeilen vor dem saudiarabischen Hafen Al Schukaik.
USA starten erneute Angriffswelle auf den Iran
Die US-Armee hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Donnerstag eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet. Ziel sei militärische Infrastruktur in dem Land, erklärte das Regionalkommando Centcom. Die Angriffe zielten darauf ab, „die Fähigkeit des Iran weiter zu schwächen, zivile Seeleute und Handelsschiffe in den Gewässern der Region zu bedrohen“. Es ist die zwölfte Nacht in Folge, dass die USA Ziele im Iran attackieren.



