Capital Bra kann Haftbefehl-Doku nicht sehen: „Ich habe meinen eigenen Kampf“
Capital Bra: Haftbefehl-Doku zu belastend

Capital Bra vermeidet Haftbefehl-Doku wegen eigener Suchterfahrung

Der Rapper Capital Bra, bürgerlich Vladyslav Balovatsky, hat in einem Interview offenbart, dass er die Netflix-Dokumentation über seinen Kollegen Haftbefehl nicht anschauen kann. Grund dafür sei seine eigene Abhängigkeit von dem Schmerzmittel Tilidin. „Ich habe meinen eigenen Kampf“, sagte der 31-Jährige und erklärte, dass die Doku ihn zu sehr an seine eigene Situation erinnere.

Entzugsversuche und Tilidin-Abhängigkeit

Capital Bra kämpft seit Jahren mit einer Tilidin-Sucht. Er habe bereits mehrere Entzugsversuche unternommen, jedoch ohne dauerhaften Erfolg. „Das ist ein Teufelskreis“, so der Musiker. Die Doku über Haftbefehl, der ebenfalls offen mit seiner Drogenvergangenheit umgeht, sei für ihn daher nicht konsumierbar. Stattdessen schaue er lieber leichtere Formate, um sich abzulenken.

Kein Vorbild sein wollen

In dem Gespräch betonte Capital Bra, dass er nicht als Vorbild gesehen werden möchte. „Keiner soll mich als Vorbild sehen“, sagte er mit Blick auf seine Sucht. Er wolle junge Fans nicht dazu ermutigen, es ihm gleichzutun. Die Tilidin-Abhängigkeit sei eine ernste Krankheit, die er nicht verharmlosen wolle.

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Statistiken und Hintergründe zur Tilidin-Sucht

Tilidin ist ein starkes Schmerzmittel, das in Deutschland häufig verschrieben wird. Laut dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist der Missbrauch von Opioid-Analgetika wie Tilidin in den letzten Jahren gestiegen. Experten schätzen, dass etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland abhängig von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln sind. Capital Bra reiht sich damit in eine wachsende Gruppe von Betroffenen ein.

Reaktionen auf das Interview

Das Interview mit Capital Bra sorgte in der Musikszene für Aufsehen. Viele Fans zeigten Verständnis für seine Situation, während andere Kritik an seiner Offenheit übten. Der Rapper selbst sieht das Gespräch als Möglichkeit, auf die Gefahren von Medikamentenmissbrauch aufmerksam zu machen. „Ich will, dass die Leute verstehen, wie leicht man in diese Falle tappen kann“, erklärte er.

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