Norwegens Kronprinz Haakon (52) hat aufgrund des sich verschlechternden Gesundheitszustandes seiner Frau Kronprinzessin Mette-Marit (52) ein Treffen mit der Regierung abgesagt. Dies bestätigte der norwegische Hof der Zeitung „Aftenposten“. Haakon werde sein Programm künftig anpassen, „um in dieser Phase mehr Zeit mit der Kronprinzessin zu verbringen“.
Unheilbare Krankheit: Lungenfibrose
Mette-Marit leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose, die das Lungengewebe vernarben lässt und die Atmung erheblich erschwert. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass sie auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt wurde. Ihr Arzt erklärte, dass sich ihr Zustand im Laufe des vergangenen halben Jahres deutlich verschlechtert habe.
Auswirkungen auf die Königsfamilie
Die Krankheit hat weitreichende Konsequenzen für die gesamte Kronprinzenfamilie. So werde das Kronprinzenpaar nicht wie geplant im August seine silberne Hochzeit feiern. Auch an der goldenen Hochzeit des schwedischen Königspaares am 13. Juni wird Haakon nicht teilnehmen, wie das Königshaus mitteilte.
Kinder kehren zurück
Prinzessin Ingrid Alexandra (22), die Tochter von Mette-Marit und Haakon, ist von ihrem Auslandsaufenthalt an der Universität Sydney nach Oslo zurückgekehrt, um näher bei ihrer Familie zu sein. Ihr Bruder, Prinz Sverre Magnus (20), wird wie geplant ab Herbst an einer Universität in Europa studieren, möchte jedoch nach Hause kommen, wenn „die Situation es erfordere“.
Marius Borg Høiby (29), Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung, sitzt derzeit in Erwartung seines Urteils in einem international beachteten Prozess in Untersuchungshaft. Er ist in 40 Punkten angeklagt, darunter wegen Vergewaltigung nach norwegischem Recht. Aufgrund der schweren Krankheit seiner Mutter hatte er die Entlassung aus der U-Haft beantragt, der Antrag wurde jedoch abgelehnt.
Die norwegische Königsfamilie bittet um Verständnis für die privaten Umstände und Respekt für die Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit.



