Matt Damon stellt klar: Drastische Gewichtszunahmen für Filmrollen kommen für ihn nicht mehr infrage. Für Christopher Nolans Epos „Die Odyssee“ brachte der 55-jährige Oscarpreisträger seinen Körper zwar erneut an die Grenzen – diesmal jedoch durch Gewichtsverlust statt -zunahme. Er hungerte sich auf rund 76 Kilogramm herunter, sein Schulgewicht. Das Abnehmen sei für ihn unproblematisch gewesen, betont Damon im Gespräch mit dem US-Magazin „People“: „Ich habe das nicht auf ungesunde Weise gemacht.“ Anders sehe es bei einer Gewichtszunahme aus: „Hätte ich das Gegenteil getan und zugenommen, wäre das gefährlich gewesen, und so etwas mache ich nicht mehr. Früher in meinem Leben habe ich das gern getan.“
Radikale Umstellung des Alltags für die Rolle des Odysseus
Um den antiken Helden Odysseus glaubwürdig zu verkörpern, stellte Damon seinen gesamten Alltag um. Gluten strich er aus seinem Speiseplan – „unter anderem“. Vor allem aber wollte er seinen Körper in Bestform bringen. Das gelinge nur mit konsequenter Disziplin: „Man muss bei allem, was man zu sich nimmt, sehr, sehr bewusst vorgehen.“ In Nolans „Die Odyssee“ spielt Damon den König von Ithaka, der nach dem Trojanischen Krieg 20 Jahre lang durch die Welt irrt und verzweifelt versucht, zu seiner Frau Penelope (Anne Hathaway) und seinem Sohn Telemachos (Tom Holland) zurückzukehren. Auf seiner Reise begegnet er unter anderem einem Zyklopen und muss immer wieder den Zorn der Götter überstehen.
„Mehr Expedition als Filmdreh“ – Dreharbeiten unter extremen Bedingungen
Nicht nur körperlich verlangte der Film Damon alles ab. Gedreht wurde unter anderem in Island, Schottland, Griechenland, Italien und Marokko – oft unter widrigen Bedingungen. „Dieser Film war mit Abstand der härteste und anspruchsvollste, an dem ich je beteiligt war“, sagt Damon rückblickend. Das gesamte Team habe an seine Grenzen gehen müssen. „Es fühlte sich wirklich mehr wie eine Expedition an als wie ein Filmdreh“, erinnert sich der Oscarpreisträger. Besonders beeindruckt habe ihn dabei Regisseur Christopher Nolan. Wer völlig durchnässt und durchgefroren gewesen sei, habe sich nur umdrehen müssen: „Dann sah man, dass Chris genauso durchgefroren und nass war und dasselbe durchmachte.“
Damons Entscheidung, künftig auf Gewichtszunahmen für Rollen zu verzichten, spiegelt ein wachsendes Bewusstsein in Hollywood für die gesundheitlichen Risiken extremer körperlicher Verwandlungen wider. Während Schauspieler wie Christian Bale oder Joaquin Phoenix in der Vergangenheit für ihre Rollen teils bedenkliche Gewichtsschwankungen in Kauf nahmen, setzt Damon nun auf Nachhaltigkeit. Sein Fokus liegt auf einer gesunden Vorbereitung, die ihn nicht gefährdet. Für „Die Odyssee“ bedeutete dies eine strikte Diät und intensives Training, um die schlanke, drahtige Statur des Odysseus zu erreichen – eine Figur, die in der griechischen Mythologie für List und Ausdauer bekannt ist.



