Ferienstart in NRW: Brenner-Kollaps droht am Wochenende
Ferienstart in NRW: Brenner-Kollaps droht

Am kommenden Wochenende droht auf der Brenner-Route ein Verkehrskollaps. Grund ist der Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen, der zu massiven Staus führen wird. ADAC, ÖAMTC und die österreichische Autobahngesellschaft Asfinag warnen vor extrem hohem Reiseverkehr auf dem gesamten Brenner-Korridor von Kufstein über Innsbruck bis zum Brennerpass.

Staus ab Freitagnachmittag erwartet

Bereits am Freitagnachmittag sowie am Samstagvormittag rechnen die Verkehrsexperten mit den größten Behinderungen. Eine Sprecherin des ÖAMTC erklärte gegenüber BILD: „Das Verkehrsaufkommen wird sehr hoch sein, wir erwarten längere Staus.“ Auf der Fernpassroute (B179) bilden sich bereits in den frühen Morgenstunden die ersten Kolonnen. Ab etwa 9 Uhr sei dann auch auf der Brennerautobahn A13 mit Staus zu rechnen, die sich oft erst am späten Nachmittag auflösen. Auch am Sonntag dürfte die Strecke stark belastet bleiben.

Wartezeiten von mindestens einer Stunde

Wie lang die Wartezeiten konkret werden, lässt sich laut ADAC und ÖAMTC wegen möglicher Unfälle oder schlechten Wetters nicht seriös vorhersagen. Der ÖAMTC geht jedoch davon aus, dass Urlauber auf der Strecke Fernpass–Brenner mindestens eine Stunde verlieren, eher mehr. Hauptgrund für die Behinderungen bleibt die Sanierung der Luegbrücke. Zwar ist die Engstelle in den Sommermonaten grundsätzlich zweispurig befahrbar. Alexander Holzedl, Sprecher der Asfinag, betonte gegenüber BILD: „Mit dem Verkehrsmanagement auf der Luegbrücke ist es uns gelungen, Wartezeiten deutlich im Minuten-Bereich zu halten.“ Trotzdem werde es wegen des starken Reiseverkehrs auf dem gesamten Brenner-Korridor zu Verzögerungen kommen.

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Staugefahr an diesen Punkten

Besonders staugefährdet sind die A13 Brennerautobahn zwischen Innsbruck und dem Brenner, der Gegenverkehrsbereich zwischen Innsbruck-Süd und Zenzenhof, die Mautstelle Schönberg, die Luegbrücke sowie auf deutscher Seite die A8 München–Salzburg und die A93 Richtung Kiefersfelden. Hinzu kommen Grenzkontrollen bei Kufstein/Kiefersfelden, die den Verkehr zusätzlich bremsen können.

Tipps für Urlauber

ADAC, ÖAMTC und Asfinag raten: möglichst nicht am Samstagvormittag fahren, wenn möglich in die Nachtstunden oder auf Werktage ausweichen, vor der Abfahrt die Verkehrslage prüfen, genügend Zeit, Getränke und Pausen einplanen. Wichtig: Tirol kontrolliert die Fahrverbote für Ausweichverkehr streng. Wer verbotenerweise durch Ortschaften abkürzt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Aussichten: Nächste Reisewelle im August

Und die Aussichten werden kaum besser: Schon jetzt kündigt sich für das erste August-Wochenende mit dem Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg die nächste Reisewelle an – traditionell einer der staureichsten Termine des Jahres.

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