Ein Mann aus Australien darf sich der norwegischen Prinzessin Ingrid Alexandra laut Medienberichten zwei Jahre lang nicht nähern. Der 63-Jährige hatte der 22-jährigen Erbprinzessin eine Karte geschrieben. Ein Gericht sprach ein Kontaktverbot gegen ihn aus, wie der „Sydney Morning Herald“ berichtete. Zudem darf er die Universität von Sydney zwei Jahre lang nicht betreten. Dort studiert Ingrid Alexandra derzeit internationale Beziehungen und politische Ökonomie.
Freundschaft oder Bedrohung?
Der Australier gab an, er habe Ingrid Alexandra eine Karte geschrieben, um sie „um ihre Freundschaft zu bitten“. Die Zeitung zitierte ihn mit den Worten: „Es war in keiner Weise bedrohlich.“ Er halte die Prinzessin für eine nette Person und habe sie nicht verärgern wollen. Den Angaben zufolge hatte er ihr in der Karte einige Veranstaltungen vorgeschlagen, die sie interessieren könnten, nachdem er sie zuvor bei einem Event getroffen hatte. Für den Vorfall habe er sich über eine dritte Person bei Ingrid Alexandra entschuldigt.
Vorfall vor Gericht
Nach dem Termin vor Gericht geriet der Australier in eine Auseinandersetzung mit einem Fotografen. Polizisten führten ihn ab. Gegen Kaution wurde er anschließend freigelassen.
Rückkehr nach Norwegen
Prinzessin Ingrid Alexandra ist inzwischen laut norwegischen Medien wieder in Oslo gelandet. Ihr Vater, Kronprinz Haakon, hatte zuvor angekündigt, dass seine Tochter ihren Aufenthalt in Australien unterbrechen werde, um bei ihrer Mutter zu sein. Kronprinzessin Mette-Marit leidet an einer schweren Lungenkrankheit. Ihr Zustand hat sich in den vergangenen Monaten nach Angaben des Hofs stark verschlechtert. Um seiner Frau beizustehen, hatte Haakon einen offiziellen Besuch in Japan um einen Tag verkürzt.
Der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støre sagte am Dienstagnachmittag am Rande eines Termins: „Ich glaube, ganz Norwegen fühlt mit der Familie, die sich um die Kronprinzessin sammelt.“ Ihm sei selbst aufgefallen, dass es der Kronprinzessin schlechter gehe.



