Miley Cyrus, heute 33 Jahre alt, blickt auf mehr als 20 Jahre im Rampenlicht zurück. Im Interview mit dem britischen Magazin „Wonderland“ gewährt die Sängerin tiefe Einblicke in ihre persönliche Entwicklung und den Druck, der mit ihrem Ruhm einherging. „Ich habe mir selbst enormen Druck gemacht“, gesteht Cyrus offen. Sie wollte ihre Stimme nutzen, um etwas zu bewegen, „die Welt retten“ – doch mit der Zeit erkannte sie, dass große Veränderungen nicht allein auf den Schultern einer Person lasten können.
Vom Kinderstar zur Pop-Ikone
Seit ihren Disney-Tagen als „Hannah Montana“ hat sich Miley Cyrus immer wieder neu erfunden: Vom braven Teenie-Star zur provokanten Pop-Rebellin mit Kurzhaarschnitt. Der Wandel war nicht immer einfach. „Ich war so jung, und manchmal glaubte ich, die Vorstellungen anderer von mir seien meine eigenen“, erklärt sie. „Man hört so oft, wer man sein soll, dass man versehentlich seine eigene Stimme für eine Weile verliert.“ Heute könne sie über manche ihrer verrückten Aktionen lachen.
Furchtlosigkeit der Jugend
Die Sängerin blickt mit gemischten Gefühlen auf ihre frühen Jahre zurück. „Ich war damals furchtlos“, erinnert sie sich. „Wie ein Kind, das mit dem Fahrrad einen Hügel hinunterrast und noch nie gestürzt ist, also denkt es gar nicht daran, sich zu verletzen.“ Diese Unbeschwertheit vermisse sie manchmal. Das Leben habe sie gelehrt, dass jedes Handeln Konsequenzen hat, doch an ihre „elektrisierenden“ Jahre denke sie unglaublich gerne zurück: „Ich bin dankbar, dass ich sie erlebt und überstanden habe.“
Der Preis des Ruhms
Mit ihrer Musik und ihrem Schauspieltalent erreichte Cyrus bereits in jungen Jahren ein Millionenpublikum. Heute folgen ihr allein auf Instagram mehr als 200 Millionen Menschen – eine Reichweite, die Geschenk und Belastung zugleich ist. Im Interview spricht sie über die Erwartungen anderer und den inneren Druck, dem sie sich ausgesetzt fühlte. Erst mit den Jahren habe sie gelernt, nachsichtiger mit sich selbst zu sein. Veränderung geschehe, „wenn jeder seinen Beitrag leistet“. Heute will sie vor allem inspirieren und Mitgefühl zeigen.
Blick nach vorn
Aktuell arbeitet Miley Cyrus an ihrem zehnten Studioalbum. Ihre Entwicklung vom Teeniestar zur selbstbewussten Künstlerin zeigt sich nicht nur in ihrer Musik, sondern auch in der Art, wie sie heute mit ihrem Image umgeht. Im „Wonderland“-Cover posiert sie selbstbewusst und provokant, ein Zeichen ihrer gewonnenen Souveränität. „Ich bin dankbar, dass ich sie erlebt und überstanden habe“, sagt sie über ihre wilden Jahre. Der Druck von damals ist einer reflektierten Gelassenheit gewichen.



