Sean Astin, der als Samweis Gamdschie in der „Herr der Ringe“-Trilogie weltberühmt wurde, hat offenbart, dass er trotz des immensen Erfolgs der Filme mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Der 55-jährige Schauspieler erzählte der britischen Zeitung „The Guardian“, dass er sein Haus verkaufen musste, weil seine Gage für die Fantasy-Saga so gering ausgehandelt war.
Geringe Gage trotz Milliarden-Einspielergebnis
Die drei „Herr der Ringe“-Filme spielten weltweit fast drei Milliarden US-Dollar ein. Dennoch erhielt Astin nach eigenen Angaben pro Film lediglich 75.000 US-Dollar – umgerechnet knapp 66.000 Euro. In der US-Radiosendung „Jim and Sam Show“ hatte er diese Summe bereits zuvor bestätigt. Zusätzliche Gewinnbeteiligungen oder Nachzahlungen, wie sie heute bei großen Hollywood-Produktionen üblich sind, erwähnte er nicht.
„Große Diskrepanz zwischen Aufmerksamkeit und Geld“
„Es gab eine große Diskrepanz zwischen der Aufmerksamkeit, die ich bekam, und dem Geld, das wir hatten“, sagte Astin dem „Guardian“. „Tatsächlich musste ich mein Haus verkaufen, weil ich für die Trilogie eine so geringe Summe ausgehandelt hatte.“ Der Schauspieler bezeichnete seine damaligen Verhandlungsfähigkeiten als naiv und betonte, dass er heute wirtschaftlich sehr gut dastehe und die schwierige Zeit hinter ihm liege.
Auch andere Stars klagen über Bezahlung
Astin ist nicht der einzige Star der Trilogie, der über die niedrige Bezahlung spricht. Orlando Bloom, der den Elben Legolas spielte, sagte bereits 2019, dass er für alle drei Filme zusammen nur 175.000 US-Dollar erhalten habe. Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett scherzte in der Talkshow „Watch What Happens Live“, sie habe für ihre Rolle als Galadriel im Grunde nur kostenlose Sandwiches bekommen – immerhin habe sie ihre Elbenohren behalten dürfen.



