Die Bayreuther Festspiele können sich über eine deutliche finanzielle Aufstockung freuen. Wie Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) mitteilte, erhöhen der Bund und der Freistaat Bayern ihre jährliche Förderung dauerhaft um jeweils bis zu einer Million Euro. Damit steigen die Zuschüsse von bisher rund 4,2 Millionen Euro pro Seite auf künftig über 5,2 Millionen Euro allein aus dem Bundeshaushalt für das kommende Jahr.
Hintergrund der Erhöhung
Die zusätzlichen Mittel sollen vor allem dazu dienen, Tarifsteigerungen und gestiegene Betriebskosten abzufedern. Festspielchefin Katharina Wagner hatte in den vergangenen Jahren wiederholt betont, dass das Festival dringend mehr finanzielle Unterstützung benötige, um wettbewerbsfähige Gehälter zahlen und das hohe künstlerische Niveau halten zu können. Derzeit fließen aus Berlin rund 4,2 Millionen Euro pro Jahr, ebenso viel steuert der Freistaat bei. Hinzu kamen zuletzt jeweils 200.000 Euro für die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der Festspiele, die Richard Wagner 1876 erstmals veranstaltete.
Weitere Gesellschafter gefordert
Neben Bund und Land sind auch die Stadt Bayreuth sowie die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth an den Festspielen beteiligt, allerdings mit geringeren Anteilen. Blume zeigte sich zuversichtlich, dass auch diese Gesellschafter ihre Zuwendungen aufstocken werden. „Bayreuth ist und bleibt Weltspitze, weil der Grüne Hügel den Mut hat, sich immer wieder neu zu erfinden“, sagte Blume. Die Erhöhung der Förderung sei ein klares Bekenntnis zu einem der bedeutendsten Kulturfestivals Deutschlands.
Bedeutung für die Region
Die Bayreuther Festspiele ziehen jährlich Tausende Besucher aus aller Welt an und sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die oberfränkische Region. Die finanzielle Sicherung des Festivals ist daher nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Mit der Aufstockung der Mittel können die Festspiele langfristig planen und notwendige Investitionen tätigen.



