Afrikanische Schweinepest: Zwei neue Fälle in der Uckermark bestätigt
Afrikanische Schweinepest: Zwei neue Fälle in Uckermark

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in den Landkreis Uckermark zurückgekehrt. Mehr als ein Jahr lang war dort kein Fall mehr registriert worden. Das Agrarministerium teilte am Nachmittag mit, dass zwei Fälle bei Stützkow südlich von Schwedt/Oder an der deutsch-polnischen Grenze bestätigt wurden. Den Nachweis erbrachte das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut.

Ursache: Einschleppung aus Polen

Das Ministerium geht davon aus, dass Wildschweine aus infizierten Gebieten in Polen für den Eintrag verantwortlich sind. Es wird mit weiteren infizierten Tieren gerechnet, wie der Landkreis mitteilte. Die Seuche, die für Menschen ungefährlich ist, verläuft für Schweine fast immer tödlich.

„Uns war und ist immer bewusst: Mit einem erneuten Eintrag muss jederzeit gerechnet werden. Der Seuchendruck ist unverändert groß“, sagte Staatssekretär Stephan Nickisch. Die beiden Fundorte liegen laut Ministerium innerhalb eines bereits bestehenden Schutzkorridors, also in einem gefährdeten und mit Schutzzäunen umgebenen Gebiet im Landkreis Uckermark. Die Zäune dürfen nicht beschädigt werden, und ihre Tore müssen geschlossen bleiben, betonte Nickisch.

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Verstärkte Schutzmaßnahmen

Der Landkreis hat seine Schutzvorkehrungen verstärkt. Es wird mit Kadaver-Suchhunden und Drohnen nach totem Wild gesucht. Zudem ist eine verstärkte Bejagung von Schwarzwild angeordnet. Zuletzt war in der Uckermark im Mai vergangenen Jahres ein Schweinepest-Fall nachgewiesen worden.

Bislang wurden in Brandenburg seit dem ersten Auftreten der Afrikanischen Schweinepest im Jahr 2020 insgesamt 3.455 Wildschweine positiv auf das Virus getestet. Im Landkreis Spree-Neiße wurde deutschlandweit der erste ASP-Fall festgestellt. Inzwischen sind im Süden Brandenburgs die Sperrzonen weitgehend aufgehoben.

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