Die Zahl der Ebola-Infizierten im Kongo ist auf mehr als 1300 gestiegen. Das gab die kongolesische Regierung am Dienstag bekannt. Seit Beginn des Ausbruchs sind 377 Menschen an der Viruskrankheit gestorben.
Versammlungsverbot in vier Provinzen
Um die weitere Ausbreitung der Seuche einzudämmen, hat die Regierung öffentliche Versammlungen in vier Provinzen verboten, darunter auch in der Hauptstadt Kinshasa. Die Maßnahme zielt darauf ab, Menschenansammlungen zu vermeiden, die das Ansteckungsrisiko erhöhen. Die betroffenen Provinzen sind Nord-Kivu, Ituri, Süd-Kivu sowie die Hauptstadtprovinz Kinshasa.
Ausbruch seit 2024
Der aktuelle Ebola-Ausbruch begann bereits im Jahr 2024 und hat sich seitdem kontinuierlich ausgeweitet. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt die kongolesischen Behörden bei der Bekämpfung der Epidemie. Impfkampagnen und Aufklärungsarbeit laufen auf Hochtouren, doch die logistischen Herausforderungen in den betroffenen Regionen sind enorm.
Internationale Hilfe gefordert
Die kongolesische Regierung hat die internationale Gemeinschaft um weitere Hilfe gebeten. Medikamente, Impfstoffe und medizinisches Personal werden dringend benötigt. Nach Angaben der WHO ist die Sterblichkeitsrate bei dieser Ebola-Variante mit rund 29 Prozent vergleichsweise hoch. „Wir brauchen dringend mehr Unterstützung, um die Ausbreitung zu stoppen und die Zahl der Todesfälle zu senken“, sagte ein Sprecher des kongolesischen Gesundheitsministeriums.
Auswirkungen auf die Bevölkerung
Neben den gesundheitlichen Folgen leidet die Bevölkerung auch unter wirtschaftlichen Einschränkungen. Das Versammlungsverbot betrifft Märkte, Gottesdienste und andere öffentliche Veranstaltungen. Viele Menschen fürchten um ihre Existenzgrundlage. Hilfsorganisationen appellieren an die Regierung, die Maßnahmen mit sozialen Unterstützungsprogrammen zu begleiten.



