Nach den schweren Erdbeben in Venezuela mit Stärke 7,2 und 7,5 ist das ganze Ausmaß der Katastrophe weiter unklar. Die Beben haben massive Zerstörungen im Nordosten des Landes angerichtet. Bisher ist von 164 Toten und 971 Verletzten die Rede – die Zahl dürfte aber noch deutlich ansteigen.
US-Erdbebenwarte rechnet mit bis zu 100.000 Toten
Die US-Erdbebenwarte USGCS rechnet mit zwischen 10.000 und 100.000 Toten. Die Rettungskräfte kämpfen gegen die Zeit, um noch Überlebende zu finden. Immer wieder gelingt dies: Helfer konnten zwei Kleinkinder lebend aus den Trümmern bergen.
Internationale Hilfe läuft an
Die internationale Hilfe läuft an – auch aus Deutschland. Die Bundesregierung hat Unterstützung zugesagt. Die genaue Höhe der Hilfszahlungen ist noch nicht bekannt. Die Vereinten Nationen haben einen Appell zur Nothilfe gestartet.
„Wir müssen jetzt schnell handeln, um weitere Todesfälle zu verhindern“, sagte ein Sprecher des UN-Nothilfekoordinators. Die Versorgung mit Wasser, Nahrung und medizinischer Hilfe hat oberste Priorität.
Zahl der Toten könnte noch steigen
Die Behörden in Venezuela warnen, dass die Zahl der Toten noch deutlich steigen könnte. Viele Gebiete sind noch nicht erreicht worden. Die Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 haben ganze Städte im Nordosten des Landes zerstört. Die Rettungsarbeiten werden durch Nachbeben und schlechte Infrastruktur erschwert.
Die venezolanische Regierung hat den Notstand ausgerufen und das Militär zur Hilfe eingesetzt. Internationale Teams aus Mexiko, Kolumbien und den USA sind bereits im Einsatz. Auch Deutschland hat Rettungskräfte und Ausrüstung zugesagt.
Helfer finden Überlebende
Trotz der verheerenden Zerstörung gibt es immer wieder Hoffnungsmomente. In der Stadt Cumaná wurden zwei Kleinkinder unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes gefunden. Sie wurden nach stundenlangem Einsatz gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand ist stabil.
„Es ist ein Wunder, dass sie überlebt haben“, sagte ein Helfer vor Ort. Die Rettungsteams arbeiten unermüdlich, um weitere Überlebende zu finden. Die Zeit drängt, denn die Überlebenschancen sinken mit jeder Stunde.
Ausmaß der Zerstörung noch unklar
Das volle Ausmaß der Zerstörung ist noch nicht absehbar. Die Behörden gehen davon aus, dass Tausende Gebäude beschädigt oder zerstört wurden. Die Strom- und Wasserversorgung ist in weiten Teilen des Nordostens zusammengebrochen. Die Kommunikationsnetze sind gestört, was die Koordination der Hilfsmaßnahmen erschwert.
Die venezolanische Regierung hat um internationale Hilfe gebeten. Die Vereinten Nationen haben ein Koordinationsteam entsandt. Die Europäische Union hat Soforthilfe in Höhe von 1 Million Euro bereitgestellt. Weitere Mittel werden erwartet.
Das Erdbeben ist eines der schwersten in der Geschichte Venezuelas. Die letzte große Katastrophe dieser Art liegt Jahrzehnte zurück. Die betroffene Region ist dicht besiedelt, was die hohe Opferzahl erklärt.



