Sexuelle Übergriffe: Ärzte ohne Grenzen entlässt 18 Mitarbeiter im Tschad
Ärzte ohne Grenzen entlässt 18 Mitarbeiter im Tschad

Sexuelle Übergriffe auf Flüchtlinge im Tschad: Ärzte ohne Grenzen entlässt 18 Mitarbeiter

Der Tschad beherbergt mehr als 1,5 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene. Nun erschüttern schwere Vorwürfe die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF): Sie hat 18 Beschäftigte und externe Mitarbeiter entlassen, nachdem sudanesische Flüchtlinge im Tschad sexuelle Übergriffe gemeldet hatten.

Vorwürfe und interne Untersuchungen

Wie MSF am Montag mitteilte, hatten Flüchtlinge Ende 2024 Vorwürfe wegen „sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs“ erhoben. Interne Untersuchungen hätten anschließend „schwerwiegendes Fehlverhalten“ aufgedeckt. Die Organisation erklärte: „Wir bedauern den verursachten Schaden zutiefst.“

18 Mitarbeiter müssen gehen

Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen dürfen die Betroffenen künftig nicht mehr für die Organisation tätig sein. Unter den Entlassenen seien fest angestellte Mitarbeiter, Beschäftigte ohne festen Vertrag sowie externe Auftragnehmer und Lieferanten. Aus Gründen des Schutzes der Opfer machte die Hilfsorganisation keine weiteren Angaben zu den einzelnen Fällen. Auch zur Zahl der betroffenen Flüchtlinge äußerte sich MSF nicht.

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Millionen Menschen suchen Schutz im Tschad

Der Tschad gehört zu den wichtigsten Aufnahmeländern für Flüchtlinge in Afrika. Das Land bietet mehr als 1,5 Millionen Vertriebenen und Flüchtlingen Schutz, viele von ihnen stammen aus dem kriegsgebeutelten Nachbarland Sudan. Ärzte ohne Grenzen kündigte an, die eigenen Kontrollmechanismen weiter zu verschärfen. Die Organisation arbeite daran, „unsere Systeme zur Prävention, Aufdeckung und Reaktion zu stärken“.

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