Machtwechsel in London: Burnham als Chance für Briten und Europa
Burnham als Chance für Briten und Europa

Am Montag wird Andy Burnham als siebter Premierminister seit dem Brexit mit der Regierungsbildung beauftragt. Der ehemalige Bürgermeister von Greater Manchester verspricht die „größte Umverteilung von Macht“ in der Geschichte des Königreichs und das „größte Programm zum Bau von Sozialwohnungen seit der Nachkriegszeit“. Gleichzeitig will er einen „wirtschaftsfreundlichen Sozialismus“ vertreten. Dies sind ehrgeizige Ziele in einem Land mit schwächelnder Konjunktur und wachsender Arbeitslosigkeit.

Hoffnungen und Herausforderungen für den neuen Premier

Burnham übernimmt das Amt von Keir Starmer, der nach nur zwei Jahren das Vertrauen seiner eigenen Partei verlor. Die Erwartungen sind hoch, doch der Spielraum ist eng. Der Haushalt lässt kaum Raum für große Ausgaben. Spätestens 2029 stehen Wahlen an. Burnham hat seinen Wahlkreis Makerfield gegen den Kandidaten der rechtsextremen Partei von Nigel Farage gewonnen. Nun muss er das ganze Land überzeugen.

Kontinuität in der Außenpolitik erwartet

Der 56-Jährige gilt ideologisch als flexibel, manche nennen ihn ein Chamäleon. Experten erwarten, dass er die großen Linien seines Vorgängers fortsetzt, insbesondere in der Nato und im Ukraine-Konflikt. Starmer hatte sich nach dem Brexit der EU wieder angenähert; Burnham deutete sogar eine mögliche Rückkehr in die EU an. Zunächst aber stehen die alten Probleme im Vordergrund.

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Gudrun Büscher, Leitende Redakteurin, kommentiert: „Der Verschleiß ist groß. Den Amtsantritt von Andrew Burnham begleiten wieder große Hoffnungen – wie den seines Vorgängers Keir Starmer.“ Sie warnt: „Enttäuscht auch er, wird es bitter für das Königreich.“

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