Im Jahr 2026 steht Hessen ein sogenanntes Hauptflugjahr der Maikäfer bevor. In diesen Jahren schlüpfen die Käfer in Massen aus dem Boden und können erhebliche Schäden in Gärten und an Bäumen verursachen. Hobbygärtner sollten sich frühzeitig über Schutzmaßnahmen informieren.
Was ist ein Hauptflugjahr?
Maikäfer haben einen mehrjährigen Entwicklungszyklus. Die Larven, auch Engerlinge genannt, leben drei bis vier Jahre im Boden, bevor sie sich verpuppen und als ausgewachsene Käfer schlüpfen. In Hessen kommt es alle drei bis vier Jahre zu einem Massenauftreten, bei dem besonders viele Käfer gleichzeitig erscheinen. Das nächste Hauptflugjahr wird für 2026 erwartet.
Schäden durch Maikäfer und Engerlinge
Während die adulten Käfer vor allem Blätter von Laubbäumen fressen, richten die Engerlinge im Boden größeren Schaden an. Sie ernähren sich von Wurzeln, was insbesondere in Rasenflächen zu braunen, absterbenden Stellen führt. Auch Gemüsebeete und Zierpflanzen können betroffen sein.
Schutzmaßnahmen für den Garten
Um den Garten vor Maikäfern zu schützen, empfehlen Experten mehrere Ansätze:
- Absammeln: In Hauptflugjahren können die Käfer früh morgens von den Pflanzen abgesammelt werden. Da sie träge sind, lassen sie sich leicht von den Zweigen schütteln.
- Netze: Über empfindlichen Pflanzen können feinmaschige Netze angebracht werden, um den Fraß zu verhindern.
- Nützlinge fördern: Vögel, Igel und Maulwürfe fressen Engerlinge. Ein naturnaher Garten mit Unterschlupfmöglichkeiten lockt diese Tiere an.
- Bodenbearbeitung: Regelmäßiges Harken und Umgraben kann die Larven an die Oberfläche bringen, wo sie von Vögeln gefressen werden.
Chemische Bekämpfung vermeiden
Von chemischen Insektiziden raten Experten ab, da sie auch Nützlinge schädigen und ins Grundwasser gelangen können. Stattdessen sollte auf biologische Methoden gesetzt werden. In extremen Fällen kann der Einsatz von Nematoden (Fadenwürmern) helfen, die die Engerlinge parasitieren.
Insgesamt gilt: Mit rechtzeitigen Maßnahmen und etwas Geduld lässt sich der Maikäfer-Befall in Grenzen halten, sodass der Garten auch 2026 grün bleibt.



