Neunte Nacht in Folge: US-Angriffe auf Iran – Kuwait unter Beschuss
US-Angriffe auf Iran: Neunte Nacht – Kuwait unter Beschuss

Die USA haben ihre Luftangriffe auf den Iran die neunte Nacht in Folge fortgesetzt. Das US-Zentralkommando Centcom teilte mit, die Angriffe hätten um 19.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.30 Uhr Ortszeit im Iran) begonnen. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen, insbesondere jene, die für Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Straße von Hormus eingesetzt würden.

Kuwait erneut unter Beschuss – Alarm in Bahrain

Der Golfstaat Kuwait sieht sich weiterhin iranischen Angriffen ausgesetzt. Die kuwaitische Luftverteidigung wehre „feindliche Drohnen“ aus dem Iran ab, teilte die Armee mit. Nähere Details blieben zunächst unklar. Auch in Bahrain heulten erneut die Sirenen, wie das dortige Innenministerium bekanntgab. Die USA attackieren seit Tagen Ziele im Iran, während Teheran Vergeltungsangriffe auf Länder mit US-Militärbasen in der Region durchführt. US-Medienberichten zufolge verlegen die USA weitere Kampfjets und Tankflugzeuge in den Nahen Osten. Der Krieg eskaliert seit Anfang Juli wieder, ausgelöst durch den Streit um die strategisch wichtige Straße von Hormus.

US-Soldat stirbt bei Sprengung einer iranischen Drohne

Das US-Militär meldete den Tod eines weiteren Soldaten. Dieser sei am Samstag im Irak bei der „kontrollierten Sprengung“ einer abgestürzten iranischen Drohne getötet worden. Damit steigt die Zahl der im Konflikt mit dem Iran getöteten US-Soldaten auf 17. Mehr als 430 amerikanische Soldaten wurden verletzt. Die Mitteilung erfolgte nur einen Tag, nachdem das US-Militär den Tod von zwei weiteren Soldaten nach einem iranischen Angriff auf einen Militärstützpunkt in Jordanien bekannt gegeben hatte.

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Iran greift kuwaits Strom- und Entsalzungsanlage an

Kuwait verurteilte einen iranischen Angriff auf eine Anlage zur Stromerzeugung und Wasserentsalzung. Das Außenministerium bezeichnete den Vorfall als direkten Schlag gegen lebenswichtige zivile Infrastruktur. Wiederholte Angriffe auf zivile Einrichtungen stellten eine gefährliche Eskalation dar und verstiessen gegen das Völkerrecht, die UN-Charta sowie die Resolution 2817 des UN-Sicherheitsrats. Der Iran trage die volle rechtliche und moralische Verantwortung, so das Ministerium.

Demokraten kritisieren Trump scharf

Demokratische Mitglieder des US-Kongresses haben nach dem Tod zweier weiterer Soldaten scharfe Kritik an Präsident Donald Trumps Kriegsführung im Iran geübt. Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner, sagte dem Sender CBS News: „Wir haben buchstäblich Hunderte Schwerverletzte.“ Mit Blick auf die 16 bislang im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten betonte er: „Das passiert, wenn man einen Krieg aus eigener Entscheidung beginnt.“

Irakischer Ministerpräsident reist nach Teheran

Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi wird Medienberichten zufolge in der kommenden Woche nach Teheran reisen. Bei dem Besuch sollen Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit unterzeichnet werden, wie die staatliche irakische Nachrichtenagentur meldete.

USA verlegen weitere Kampfjets nach Nahost

Die USA verlegen Medienberichten zufolge mehr Kampfflugzeuge in den Nahen Osten. Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass dies unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel betreffe. Zudem würden Kampfjets vom Typ F-35 von RAF Lakenheath in Grossbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge seien auf dem Weg in die Region. Die Entscheidung dazu sei bereits vor dem Tod der zwei US-Soldaten am Freitag getroffen worden, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf US-Beamte.

Jordanien fängt iranische Raketen ab

Die jordanischen Streitkräfte haben drei iranische Raketen abgefangen, die auf das Königreich abgefeuert worden seien. Eine vierte Rakete sei in einem abgelegenen Gebiet niedergegangen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur. Es gebe weder Opfer noch Sachschaden, so ein Militärvertreter. Das israelische Militär hatte zuvor Raketen aus dem Iran mit Kurs auf die jordanische Hafenstadt Akaba gemeldet.

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Emirate warnen Iran vor Angriffen auf zivile Ziele

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben den Iran vor Angriffen auf zivile Infrastruktur gewarnt. Das Aussenministerium erklärte, Angriffe auf zivile Ziele seien völkerrechtswidrig und unter keinen Umständen zu rechtfertigen. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars hatte zuvor eine Warnung veröffentlicht, wonach die Flughäfen in Abu Dhabi und Dubai sowie die Häfen von Fudschaira und Dschebel Ali evakuiert werden müssten, falls die Angriffe auf iranische Infrastruktur fortgesetzt würden.

Irans Aussenminister spricht über Sicherheitslücken

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat in einem Interview überraschend offen über Sicherheitslücken vor dem Krieg mit den USA und Israel gesprochen. Er erklärte, dass mehrere wichtige Entscheidungsgremien gleichzeitig tagten, als die Luftangriffe auf Teheran erfolgten. „Entscheidend ist meiner Ansicht nach, dass sie über diese Sitzungen informiert waren“, sagte der Minister mit Blick auf Israel und die USA. „Das deutet möglicherweise auf eine Sicherheitslücke hin, die bestand und wahrscheinlich noch immer besteht.“ Araghtschi fügte hinzu: „Mehr möchte ich dazu nicht offen sagen.“

Iran meldet Angriff auf unfertiges Atomkraftwerk

Der Iran hat einen Angriff auf ein im Bau befindliches Atomkraftwerk im Südwesten des Landes gemeldet. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA teilte mit, der Bau befinde sich in einem sehr frühen Stadium und es habe sich kein nukleares Material vor Ort befunden. IAEA-Chef Rafal Grossi rief dennoch zu militärischer Zurückhaltung im Umfeld von Atomeinrichtungen auf.

Israel verhängt Sperrzone vor geplantem Marsch

Die israelische Armee hat ein Gebiet rund um den Gazastreifen zur militärischen Sperrzone erklärt, um einen geplanten Marsch rechtsextremer und rechter Minister und Abgeordneter zu verhindern. Die Sperrzone gilt bis Montag. Der Marsch stand unter dem Motto „Nach 21 Jahren nach Hause zurückkehren“. Israel hatte 2005 alle Siedlungen im Gazastreifen geräumt.

Weitere Angriffswelle der USA abgeschlossen

Das US-Militär hat eine weitere Angriffswelle gegen Ziele der Iranischen Revolutionsgarden abgeschlossen. Getroffen wurden Anlagen zur Küstenüberwachung, Luftverteidigung sowie Raketen- und Drohnenlager. Die Angriffe seien eine Reaktion auf Attacken auf US-Soldaten in Jordanien am 17. Juli.

Im Zuge der neuen Luftangriffe wurden Raketenschläge nahe der Insel Gheschm im Persischen Golf gemeldet. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von mindestens sechs Raketeneinschlägen. Ziel der USA sei es, die Fähigkeit des Irans, die Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormus zu bedrohen, weiter zu schwächen und die Revolutionsgarden „schnell zu bestrafen“.

Trump: Tod von Soldaten „sehr traurig“

US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Tod von zwei US-Soldaten als „sehr traurig“. „Wir sehen das ungern“, sagte er. Die Soldaten seien im Dienst für ihr Land gestorben. Trump bekräftigte zudem, dass der Iran keine Atomwaffen haben dürfe. Die beiden Soldaten waren am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sie sich gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten. Ein weiterer Soldat wird vermisst.

USA raten Bürgern weltweit zur Vorsicht

Das US-Aussenministerium rief amerikanische Staatsbürger wegen der verschärften Spannungen weltweit zu „erhöhter Vorsicht“ auf. Die Sicherheitslage bleibe komplex, es bestehe die Gefahr einer „unvorhergesehenen Eskalation“. Auch ausserhalb des Nahen Ostens seien diplomatische Einrichtungen der USA bereits ins Visier geraten.

Emirate fordern sofortigen Stopp der Eskalation

Die Vereinigten Arabischen Emirate forderten ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Angriffe auf zivile Infrastruktur wie Schulen, Krankenhäuser oder Entsalzungsanlagen stellten einen Verstoss gegen das Völkerrecht dar, so das Aussenministerium.

Zwei US-Soldaten im Iran-Krieg getötet

Erstmals seit der jüngsten Eskalation wurden zwei US-Soldaten getötet. Sie starben am Freitag in Jordanien bei der Abwehr iranischer Raketen- und Drohnenangriffe, teilte Centcom mit.

Israel greift Hisbollah-Zelle im Südlibanon an

Das israelische Militär griff eine Hisbollah-Zelle im Südlibanon an, nachdem eine Drohne und Kämpfer der Miliz entdeckt worden waren. Die Luftwaffe attackierte die Islamisten, um eine Bedrohung für israelische Soldaten abzuwenden. Die Hisbollah habe gegen die geltende Waffenruhe verstossen, so die Armee.

Neun Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen

Bei einem Angriff auf eine Wohnung im Stadtteil Nasr wurden mindestens fünf Menschen getötet, darunter Kinder im Alter zwischen acht und 18 Jahren. Ein weiterer Angriff traf eine Gruppe im Stadtteil Seitun, wobei vier Menschen getötet wurden. Das israelische Militär erklärte, es habe einen Hamas-Terroristen ins Visier genommen.

Rahmenabkommen zwischen USA und Iran ausgesetzt

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hat nach Ansicht der Regierung in Teheran keinen Bestand mehr. Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi sagte: „Leider haben die Amerikaner mit ihren aggressiven Massnahmen gegen ihre Verpflichtungen aus der Absichtserklärung von Islamabad verstossen.“ Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Kriegsende ebnen sollte. Seit Anfang Juli ist der Konflikt jedoch wieder eskaliert.

Kuwait verurteilt iranische Angriffe auf Ölanlage

Kuwait verurteilte den jüngsten Beschuss aus dem Iran auf sein Staatsgebiet scharf. Die wiederholten Angriffe auf lebenswichtige Einrichtungen offenbarten eine systematische und aggressive Vorgehensweise, die auf zivile Infrastruktur abziele. Kuwaits Staatsagentur Kuna meldete iranische Angriffe auf einen bedeutenden Standort des Ölsektors, bei denen erheblicher Sachschaden entstanden sei und mehrere Menschen verletzt wurden.

Streit über US-Tankflugzeuge in Israel beigelegt

Der Streit über die Stationierung weiterer US-Tankflugzeuge auf dem Flughafen Ben Gurion ist beigelegt. Die zusätzlichen Flugzeuge sollen nun auf Stützpunkten der israelischen Luftwaffe stationiert werden. Zuvor hatten bereits in Israel stationierte US-Tankflugzeuge für Engpässe gesorgt, sodass der Flughafen nur noch ein Drittel seiner Kapazität für den zivilen Flugverkehr nutzen konnte.

Iran: US-Kampfflugzeuge bei Angriff in Jordanien zerstört

Die iranische Revolutionsgarde hat nach eigenen Angaben bei einem Angriff auf den Luftwaffen-Stützpunkt Al-Asrak in Jordanien mindestens zwei US-Kampfflugzeuge und drei weitere Flugzeuge zerstört. Zudem sei ein Teil des Stützpunkts Scheich Isa in Bahrain attackiert worden. Reuters konnte die Berichte zunächst nicht verifizieren.