WHO: Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff neigt sich dem Ende
WHO: Hantavirus-Ausbruch neigt sich dem Ende

WHO-Chef verkündet stabile Lage

Der Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ neigt sich dem Ende zu. Das teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf der Plattform X mit. Die Lage bleibe stabil. Alle Kontaktpersonen der beiden Fälle, die in Südafrika identifiziert worden seien, hätten ihre Nachbeobachtungszeit abgeschlossen, ohne dass weitere Fälle gemeldet worden seien. Auch in Spanien und den Niederlanden seien die Quarantäne- und Nachbeobachtungszeiten abgeschlossen.

30 Kontaktpersonen noch in Nachbeobachtung

30 Kontaktpersonen würden noch nachbeobachtet, hieß es weiter. Die Gesamtzahl der Fälle liege weiterhin bei 13, darunter drei Todesfälle. Das Risiko für die breite Bevölkerung sei gering, betonte die WHO bereits vor Wochen.

Hintergrund: Ausbruch auf Expeditionskreuzfahrt

Auf einer in Argentinien begonnenen Kreuzfahrt des Schiffes „Hondius“ der niederländischen Reederei Oceanwide Expeditions hatten sich mehrere Menschen mit dem Hantavirus – konkret mit dem südamerikanischen Andes-Typ des Virus – angesteckt. Das Andesvirus gilt als einziges Hantavirus, bei dem es vereinzelt auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen geben kann. Üblicherweise werden Hantaviren von Nagetieren übertragen, etwa durch Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub.

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Reaktionen und Maßnahmen

Rund 150 Menschen aus 23 Ländern waren demnach auf der „Hondius“. Wegen des Ausbruchs legte das Schiff im Mai an der Insel Teneriffa an, von wo aus die Menschen an Bord unter speziellen Sicherheitsvorkehrungen in ihre Heimatländer kamen. Schon vor Wochen hatte die WHO das Risiko für die breite Bevölkerung als gering bewertet und bekräftigt, dass keine Gefahr einer großen Ansteckungswelle oder Pandemie bestand.

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