Ein früherer Olympiasportler ist wegen mutmaßlichen Vandalismus am berühmten „Reflecting Pool“ in Washington angeklagt worden. Die zuständige Jury ließ die Anklage zu und wertet den Fall als Straftat, wie Generalstaatsanwältin Jeanine Pirro mitteilte. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Angeklagten bis zu zehn Jahre Haft.
Der Reflecting Pool – ein Wahrzeichen in Washington
Das rund 600 Meter lange Becken liegt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der US-Hauptstadt. In den vergangenen Monaten erlangte es besondere Aufmerksamkeit durch eine von US-Präsident Donald Trump veranlasste Renovierung. Trump wollte dem Pool einen blauen Schimmer verleihen. Doch nur wenige Tage nach Abschluss der Arbeiten färbten Algen das Wasser wieder grün – nach Trumps Aussage ein Fall von Vandalismus.
Der US-Präsident rühmt sich damit, zahlreiche Denkmäler und Parks in Washington zu renovieren. Wer sie beschädigt, soll nach seinem Willen die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.
Die Tat und der Angeklagte
Nach Darstellung von Generalstaatsanwältin Pirro riss der Angeklagte vor rund zwei Wochen einen Teil der neuen Grundierung aus dem Becken. Den Griff in das Becken habe er bereits zugegeben. Der 67-jährige Angeklagte vertrat die USA dreimal im Kanuslalom bei Olympischen Spielen.
Die Renovierungsarbeiten am Reflecting Pool waren im Juni 2026 abgeschlossen worden. Bereits kurz darauf sorgte der erneute Algenbefall für Schlagzeilen. Trump machte damals Vandalismus dafür verantwortlich. Nun folgt die juristische Aufarbeitung.
Der Fall zeigt, wie ernst die US-Regierung Beschädigungen an öffentlichen Denkmälern nimmt. Die Anklage gegen einen ehemaligen Olympioniken unterstreicht die Null-Toleranz-Politik der Administration.



