Klimaforscher Rahmstorf: Erderwärmung macht Hitze-Extreme häufiger
Rahmstorf: Erderwärmung macht Hitze-Extreme häufiger

Der renommierte Klimaforscher Stefan Rahmstorf sieht in den derzeitigen extremen Temperaturen in Deutschland und bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko eine klare Bestätigung seiner Prognosen. „Unsere ganz frühen Prognosen treten ziemlich genau ein“, sagt der Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Interview mit dem Tagesspiegel.

Hitzewellen als Symptom der Erderwärmung

Rahmstorf betont, dass einzelne Hitzewellen zwar nur wenig über die langfristige Erderwärmung aussagen, die globalen Messwerte jedoch eindeutig zeigen: „Die Erderwärmung führt dazu, dass Hitze-Extreme deutlich häufiger werden.“ Dieser Trend werde sich fortsetzen, bis die Welt vollständig klimaneutral sei und kein CO₂ mehr ausstoße. Die derzeitigen Temperaturen in Deutschland und bei der WM in Nordamerika seien ein weiteres Beispiel für diese Entwicklung.

Drastische Veränderungen auch in Deutschland

Der Forscher warnt, dass die Erderwärmung auch in Deutschland drastische Veränderungen mit sich bringe. Neben häufigeren und intensiveren Hitzewellen seien auch Dürren und Starkregenereignisse zu erwarten. „Die Klimamodelle zeigen, dass wir uns auf eine deutlich andere Wetterrealität einstellen müssen“, so Rahmstorf. Die Politik müsse daher nicht nur den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren, sondern auch Anpassungsmaßnahmen ergreifen, um die Bevölkerung vor den Folgen zu schützen.

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Klimaneutralität als einziges Ziel

Rahmstorf macht deutlich, dass nur eine vollständige Klimaneutralität die Erderwärmung stoppen könne. „Bis dahin werden die Extreme weiter zunehmen“, sagt er. Derzeit liege die globale Durchschnittstemperatur bereits etwa 1,2 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Ohne drastische Reduktionen der CO₂-Emissionen drohe ein weiterer Anstieg mit unabsehbaren Folgen für Ökosysteme und Gesellschaften weltweit.

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