WMO warnt: Extrem starker El Niño erwartet – Preise für Kakao, Kaffee und Zucker steigen
Starker El Niño erwartet: Preise für Kakao, Kaffee und Zucker steigen

Die Welt muss sich nach Ansicht der Weltwetterorganisation WMO auf einen besonders intensiven El Niño einstellen. Die UN-Organisation in Genf geht davon aus, dass das Klimaphänomen in diesem Jahr die zweithöchste Stufe erreichen wird. Die WMO stuft El Niños als „schwach“, „mittelschwer“, „stark“ oder „sehr stark“ ein.

Das Phänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und erhöht die Wahrscheinlichkeit für Dürre, Starkregen und Hitzewellen in vielen Regionen der Welt. WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo warnte: „El Niño erhöht die Wahrscheinlichkeit für Dürre und Starkregen sowie das Risiko von Hitzewellen in vielen Weltregionen.“ Sie forderte eine verstärkte Vorbereitung von Landwirtschaft, Gesundheitseinrichtungen und besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen.

Preise für Kakao, Kaffee und Zucker bedroht

Experten erwarten, dass Ernteschäden durch das Wetterphänomen in der zweiten Jahreshälfte die Preise für mehrere tropische Rohstoffe in die Höhe treiben könnten. Besonders betroffen sind Kakao, Kaffee und Zucker – das haben die Erfahrungen der vergangenen Jahre gezeigt. Die US-Wetterbehörde NOAA hat Anfang Juni festgestellt, dass El-Niño-Bedingungen bereits herrschen. Sie schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass das Wetterphänomen in diesem Jahr besonders stark ausgeprägt auftritt, auf 63 Prozent.

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Zusätzliche Belastung für Landwirte

Für die Landwirte kommen die Wetterkapriolen zu den bereits hohen Preisen für Düngemittel und Diesel hinzu, die durch den Krieg in Nahost verursacht werden. Ein El Niño ist durch ungewöhnlich hohe Temperaturen der Meeresoberfläche im zentralen und östlichen Pazifik gekennzeichnet. Während extreme Wetterlagen nach Beginn eines El Niño um den Jahreswechsel ihren Höhepunkt erreichen, ist der Einfluss auf die globale Durchschnittstemperatur vor allem im Folgejahr zu spüren – in diesem Fall also 2027.

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