Algerien legt offizielle Beschwerde bei der Fifa nach Messi-Tritt ein
Algerien legt Beschwerde bei der Fifa nach Messi-Tritt ein

Algerien legt offizielle Beschwerde bei der Fifa ein

Nach der 0:3-Niederlage gegen Argentinien zum WM-Auftakt geht der algerische Fußballverband in die Offensive. Der Verband hat offiziell Beschwerde bei der Fifa eingelegt. Der Vorwurf: Das Schiedsrichter-Team habe mehrere gravierende Fehlentscheidungen getroffen.

Messi-Tritt sorgt für Empörung

Im Mittelpunkt der Beschwerde steht eine Szene aus der 31. Minute. Lionel Messi (38) traf Algeriens Kapitän Aïssa Mandi (34) mit offener Sohle an der Wade. Der Weltstar blieb jedoch unbestraft auf dem Platz. Für die Algerier ist das völlig unverständlich.

„Die Beschwerde betrifft in erster Linie Messis Tackling, das nach allgemeiner Meinung eine Rote Karte verdient hätte“, sagte eine Verbandsquelle der Nachrichtenagentur AFP. Doch damit nicht genug.

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Weitere strittige Aktionen

Nach Ansicht des Verbandes hätten auch zwei weitere Aktionen mit Ellbogenstößen einen Platzverweis nach sich ziehen müssen. „Wir sagen nicht, dass die argentinische Mannschaft nicht stark war, aber wir können angesichts von Ungerechtigkeiten nicht schweigen“, erklärte die Quelle weiter. Besonders der Video-Assistent (VAR) steht in der Kritik: „Es gab drei Vorfälle, die glasklar waren, und der VAR hat nicht eingegriffen.“

Unterstützung von deutschem Schiedsrichter-Experten

Rückendeckung bekommen die Nordafrikaner von einem deutschen Schiedsrichter-Experten. Der ehemalige Bundesliga-Referee Patrick Ittrich bewertete die Messi-Szene bei MagentaTV ebenfalls kritisch. „Für mich ist es eine Rote Karte“, sagte Ittrich. „Wir haben diverse Beispiele aus der Bundesliga, wo das mit Rot bestraft wurde. Er wollte das nicht, ohne Frage, aber das ist kein Grund, keine Rote Karte zu geben.“

Für Algerien ist der Ärger besonders bitter, weil die Szene früh im Spiel passierte. Messi hatte seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt bereits in Führung gebracht.

Algerien kämpft gegen das Aus

Später legte der Argentinier noch zwei weitere Treffer nach und schrieb damit erneut WM-Geschichte. Mit nun 16 Toren bei Weltmeisterschaften zog Messi in der ewigen Torjägerliste mit Miroslav Klose gleich. Während Argentinien nach dem gelungenen Auftakt bereits auf das nächste Gruppenspiel gegen Österreich blickt, kämpft Algerien nun an zwei Fronten weiter – auf dem Platz und mit seiner Beschwerde bei der FIFA. Für die Nordafrikaner geht es in der Nacht zu Dienstag (5 Uhr bei MagentaTV) gegen Jordanien um wichtige Punkte im Rennen um das Achtelfinale.

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