HSH Nordbank-Steuerskandal: Ermittlungen wechseln nach Hamburg
Der langwierige Steuerskandal um die ehemalige HSH Nordbank nimmt eine überraschende Wendung. Nach acht Jahren intensiver Ermittlungen durch die Kölner Staatsanwaltschaft soll das Verfahren nach Hamburg abgegeben werden. Dies berichten die Investigativ-Reporter Volker Votsmeier und Sönke Iwersen in einem aktuellen Podcast.
Hintergrund des Falls
Im Zentrum des Verfahrens stehen 26 Beschuldigte, denen besonders schwere Steuerhinterziehung vorgeworfen wird. Der mutmaßliche Schaden beläuft sich auf rund 112 Millionen Euro. Die Kölner Behörden haben ihre Hamburger Kollegen offiziell um Übernahme des Falls gebeten.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg bestätigte den Eingang des Ersuchens, machte jedoch aufgrund des Steuergeheimnisses und laufender Ermittlungen keine weiteren Angaben. Auch die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte den Vorgang, ohne Namen von Beteiligten oder Instituten zu nennen.
Bemerkenswerte Entwicklung
Besonders bemerkenswert ist, dass die Kölner Ermittler nach acht Jahren zu dem Schluss kamen, dass Hamburg zuständig sei. Dabei lag der Fall bereits 2014 in Hamburg auf dem Tisch, doch damals sahen die Ermittler keinen Anlass für weitere Untersuchungen.
Im Podcast diskutieren Moderatorin Solveig Gode und die Reporter Sönke Iwersen und Volker Votsmeier über diesen Fall, der die Justiz seit Jahren beschäftigt und offenbar noch lange nicht abgeschlossen ist.
Weitere Informationen
Mehr Details zu diesem Thema finden Sie in folgenden Artikeln: Steuerhinterziehung: Staatsanwaltschaft Hamburg soll erstmals im Cum-Ex-Skandal ermitteln; HSH Nordbank: Staatsanwaltschaft Köln will Cum-Ex-Fall offenbar loswerden; Cum-Ex-Skandal HSH Nordbank: Hamburg als Paradies für Steuerhinterzieher.
Der Podcast wird moderiert von Solveig Gode. Handelsblatt Crime geht wieder live: Im Juni bringen wir „Das Protokoll des Untergangs“ in Hamburg, Köln und Frankfurt erneut auf die Bühne. Tickets gibt es unter handelsblatt.com/crimelive.



