Huthis drohen mit Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Iran-Krieg
Huthis drohen mit Seeblockade gegen Saudi-Arabien

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer angekündigt. Der militärische Sprecher der Bewegung, Yahya Saree, bezeichnete die anhaltende Blockade des Flughafens Sanaa durch Saudi-Arabien in einer Videobotschaft als „inakzeptabel“ und drohte mit Vergeltungsmaßnahmen. „Wir werden auf die Blockade mit einer Blockade antworten und auf jede Eskalation mit Eskalation reagieren“, sagte Saree. Die Huthis machen Saudi-Arabien für Luftangriffe auf den Flughafen Sanaa in der vergangenen Woche verantwortlich. Als Reaktion darauf griffen sie eigenen Angaben zufolge den saudi-arabischen Flughafen Abha International an. Saree erklärte, die „jemenitischen Streitkräfte“ seien auf alle Optionen vorbereitet, und rief die Bevölkerung zur allgemeinen Mobilmachung auf.

USA setzen Angriffe auf Iran fort – neunte Nacht in Folge

Das US-Militär hat seine Angriffswelle auf Ziele im Iran in der neunten Nacht in Folge fortgesetzt. Das zuständige Regionalkommando Centcom teilte auf X mit, man habe militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen. Ziel sei es, Irans Fähigkeit weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren. US-Präsident Donald Trump begründete die Angriffe mit dem Tod mehrerer US-Soldaten in der Region. „Diese großartigen Menschen, diese großartigen Patrioten, waren da draußen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann“, sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. „Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen.“ Trump behauptete, der Iran habe „militärisch fast alles verloren“ und die USA kontrollierten die Straße von Hormus.

Iran meldet neue Explosionen und Todesopfer

Bei den US-Luftangriffen im Iran ist nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mindestens ein Mensch in der Gegend der Stadt Tabris ums Leben gekommen. In Tabris im Nordwesten des Landes werden unterirdische Raketenstützpunkte der Revolutionsgarde vermutet. Örtliche Medien meldeten Explosionen in mehreren Gebieten, darunter Tabris, die Hafenstadt Tschahbahar, Konarak in der Provinz Sistan-Belutschistan, Mahschahr in Chusestan und Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf. Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, zwei Öltanker auf der Südroute durch die Straße von Hormus seien gesprengt worden und nun manövrierunfähig. Solange die US-Aggression andauere, sei die Meerenge weder für petrochemische Produkte noch für „einen einzigen Tropfen Öl und Gas“ sicher. Das US-Militär müsse sich auf eine „Strafaktion“ einstellen.

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Vermittler schlagen zehntägige Waffenruhe vor

Vermittler haben einem iranischen Insider zufolge eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran von zehn Tagen vorgeschlagen, um das im Juni erzielte Rahmenabkommen wiederzubeleben. Mitte Juni unterzeichneten die USA und der Iran das vorläufige Abkommen, das unter anderem eine 60-tägige Waffenruhe vorsah. Anfang Juli griffen die USA jedoch erneut Ziele im Iran an mit der Begründung, der Iran habe drei Tanker in der Straße von Hormus beschossen. Seither liefern sich beide Seiten immer wieder gegenseitige Angriffe. Außenamtssprecher Ismail Baghai bestätigte in Teheran, dass der Iran Vorschläge von Vermittlern erhalten habe, betonte aber, der Iran werde sich weiter entschlossen verteidigen.

Hamas wählt Chalil al-Hajja zum neuen Anführer

Die Hamas hat Chalil al-Hajja zu ihrem neuen obersten Anführer gewählt. Die radikal-islamische Palästinenserorganisation teilte mit, al-Hajja folge Jahja Sinwar nach, der 2024 von israelischen Truppen getötet wurde. Seit dem Tod von Sinwar und Ismail Hanijeh, der bei einem israelischen Angriff im Juli 2024 im Iran ums Leben kam, wurde al-Hajja zu einer immer wichtigeren Figur in der Hamas. Er gehört zu den Führungspersönlichkeiten, die Israel 2025 bei einem Anschlag in Doha ins Visier genommen hatte.

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Benzinpreise in USA steigen über einen Dollar pro Liter

Wegen der wieder aufgeflammten Kämpfe im Nahen Osten steigen die Benzinpreise in den USA erneut über die Marke von vier Dollar je Gallone. Wie aus Daten des Automobilclubs AAA hervorgeht, liegt der landesweite Durchschnittspreis an der Zapfsäule bei 4,0030 Dollar – dies entspricht rund 1,06 Dollar (etwa 0,93 Euro) pro Liter. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar sind die Preise an den US-Tankstellen um mehr als 30 Prozent gestiegen.

Verbündete aktivieren Luftabwehr – Kuwait und Bahrain unter Beschuss

Mehrere mit den USA verbündete Staaten haben im Zuge der neuen Angriffswelle gegen den Iran erneut ihre Luftabwehr gegen herannahende iranische Drohnen und Raketen aktiviert. Bahrain, Jordanien und Kuwait reagierten damit auf mögliche Gegenangriffe aus dem Iran. Die US-Botschaft in Bahrain warnte vor möglichen Angriffen des Iran in der Hauptstadt Manama. Kuwait teilte mit, die Luftverteidigung wehre „feindliche Drohnen“ aus dem Iran ab. Auch in Bahrain heulten die Sirenen. Israel warnte zudem erstmals seit Wochen, dass Raketen, die in Richtung des benachbarten Jordanien abgefeuert würden, auf israelisches Gebiet übergreifen könnten.

Schiffsverkehr in der Straße von Hormus geht zurück

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist angesichts des zunehmenden militärischen Schlagabtauschs zurückgegangen. Daten des Finanzdatenanbieters LSEG zufolge passierten am Sonntag vier Schiffe die Meerenge; am Samstag waren es acht gewesen. Seit Donnerstag wurden keine Tanker für verflüssigtes Erdgas (LNG) mehr bei der Durchfahrt registriert. Die LNG-Produktion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten hält sich S&P Global zufolge relativ stabil. An Bord von sieben beladenen katarischen LNG-Tankern befanden sich Mitte Juli schätzungsweise 570.000 Tonnen. Insgesamt befinden sich LNG-Tanker mit einer Gesamtkapazität von fast 1,9 Millionen Tonnen in der Region.