Russland hat in der Nacht auf Sonntag einen der schwersten Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kyjiw seit Kriegsbeginn geflogen. Nach Angaben ukrainischer Offizieller wurden mehr als 40 ballistische Raketen und rund 120 Angriffsdrohnen eingesetzt. Dabei kam ein Mensch ums Leben, 16 weitere wurden verletzt.
Heftiger Beschuss der Hauptstadt
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe war es einer der massivsten Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen seit Beginn des russischen Einmarsches. Die Raketen seien so schnell gewesen, dass für die Bevölkerung kaum Zeit zur Warnung blieb. Ein Supermarkt in Kyjiw wurde getroffen, wie örtliche Behörden mitteilten. Ein Anwohner namens Oleksandr Vasylevskiy berichtete: „Beim ersten Angriff hat das Gebäude gewackelt. Dann war es für einige Zeit still. Und dann kam der zweite Schlag: Eine riesige Explosion.“
Vorangegangene ukrainische Angriffe
Der russische Großangriff folgte auf ukrainische Drohnenangriffe auf zwei Logistikzentren nahe Moskau am Vortag. Dabei kamen nach russischen Angaben sieben Menschen ums Leben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Logistikzentren seien für die Lieferung von Drohnenbauteilen genutzt worden. Die Ukraine hatte damit ihre Taktik fortgesetzt, Ziele auf russischem Territorium anzugreifen.
Anhaltender Krieg
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren fast täglich mit Raketen- und Drohnenangriffen. Die ukrainische Armee hat ihrerseits in letzter Zeit ihre Drohnenangriffe auf Russland verstärkt. Der Angriff auf Kyjiw zeigt, dass beide Seiten weiterhin bereit sind, die Intensität der Kämpfe zu erhöhen.



