Trump will Straße von Hormus kontrollieren – Iran droht mit Schließung
Trump will Straße von Hormus kontrollieren

US-Präsident Donald Trump hat eine Kontrolle der strategisch wichtigen Straße von Hormus durch die USA in Aussicht gestellt. In einem Telefoninterview mit Fox News erklärte er, die USA würden zur „Schutzengel der Meerenge“ werden, verlangte jedoch eine finanzielle Entschädigung für diesen Einsatz. Die Aussagen fallen in eine Zeit erneuter Spannungen zwischen Washington und Teheran, nachdem ein Rahmenabommen zur Deeskalation vor rund zwei Wochen unterzeichnet wurde.

Trump: „Wir werden die Meerenge behalten“

„Wir werden die Meerenge behalten und sie wahrscheinlich kontrollieren“, sagte Trump in dem Interview. Er betonte, dass die USA bereit seien, die Sicherheit der Wasserstraße zu gewährleisten, aber nicht ohne Gegenleistung. Bereits im März hatte Trump Frankreich und Großbritannien aufgefordert, Kriegsschiffe zur Sicherung der Straße von Hormus zu entsenden. Da dies nicht geschah, erklärte er später, die Hilfe von Nato-Staaten sei nicht erforderlich.

Iran erklärt Meerenge für geschlossen

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hatten kurz zuvor bekanntgegeben, dass die Straße von Hormus bis auf Weiteres geschlossen bleibe. Die Durchfahrt sei verboten, bis die US-amerikanischen Eingriffe in der Region enden. Das US-Regionalkommando Centcom widersprach umgehend und erklärte auf der Plattform X, die Meerenge bleibe eine internationale Wasserstraße, die der Iran nicht kontrolliere.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Rahmenabkommen unter Druck

Erst Mitte Juni hatten sich Vertreter aus Washington und Teheran auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Konflikts ebnen sollte. Es sah vor, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln, der unter anderem die Öffnung der Straße von Hormus vorsieht. Die jüngsten Äußerungen Trumps und die Ankündigung der IRGC stellen dieses Abkommen nun infrage.

Ölpreis steigt

Die erneuten Spannungen haben den Ölpreis in die Höhe getrieben. Händler befürchten Lieferengpässe, falls die Straße von Hormus tatsächlich blockiert wird. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öltransits passiert diese Meerenge. Eine Schließung könnte die globalen Energiemärkte empfindlich treffen.

Die Lage bleibt angespannt. Beobachter rechnen mit weiteren Eskalationen, sollten sich beide Seiten nicht auf eine gemeinsame Linie zur Nutzung der Wasserstraße einigen. Trump signalisierte zwar Gesprächsbereitschaft, knüpft diese jedoch an finanzielle Forderungen. Der Iran hingegen beharrt auf seiner Souveränität über die Meerenge.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration