Massive russische Luftangriffe auf die Ukraine
In der Nacht zum 15. Juni 2026 hat Russland erneut schwere Luftangriffe auf die Ukraine geflogen. Besonders betroffen war die Hauptstadt Kyjiw, wo mindestens zehn Menschen verletzt wurden. Das historische Kyjiwer Höhlenkloster, ein UNESCO-Weltkulturerbe, wurde durch einen direkten Treffer in Brand gesetzt. Auch ein Hochhaus stand in Flammen, wie die Behörden mitteilten.
Schäden an historischen Stätten und Infrastruktur
Der Leiter der Militärverwaltung von Kyjiw, Tymur Tkatschenko, berichtete auf Telegram von ernsthaften Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters. Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, die sich auf dem Klostergelände befindet, brannte im Dachbereich. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, dass nach Beschädigungen an Oberleitungen etwa 140.000 Einwohner vorübergehend ohne Strom waren. Trümmer abgeschossener Drohnen setzten zudem Häuser und Autos in Brand.
Reaktion Polens und weitere Angriffe
Als Reaktion auf die russischen Angriffe ließ Polen eigene Kampfjets aufsteigen und aktivierte bodengestützte Flugabwehrsysteme sowie die Radaraufklärung. Die polnischen Streitkräfte betonten, dass es sich um präventive Maßnahmen zum Schutz des eigenen Luftraums handele. Aus der Region Charkiw wurden ebenfalls Angriffe mit mehreren Todesopfern gemeldet.
Politische Entwicklungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte an, am Rande des G7-Gipfels in Evian mit US-Präsident Donald Trump über Wege zur Beendigung des Krieges zu sprechen. In einem Telefonat mit Trump habe er über Maßnahmen gesprochen, die zum Frieden beitragen könnten. Die von den USA vermittelten Gespräche zur Beendigung des Ukrainekriegs sind jedoch durch den Irankrieg in den Hintergrund geraten.
Die Staats- und Regierungschefs der G7 werden am Montag in Evian zu Beratungen über internationale Krisen erwartet. Themen des Gipfels sind unter anderem der Abbau globaler Ungleichgewichte, der Schutz Minderjähriger im digitalen Raum und Lieferketten für seltene Erden.



