Ukraine greift erneut Ölterminal und Depots auf der Krim an
Ukraine attackiert Ölterminal auf der Krim

Ukrainische Angriffe auf Ölinfrastruktur auf der Krim

Die Ukraine hat nach Medienberichten erneut strategisch wichtige Ölziele auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Das Internetportal Ukrajinska Prawda und die unabhängige russische Onlinezeitung Moscow Times berichten, dass ein Ölterminal im Hafen Kawkas in der Region Krasnodar sowie ein Öldepot nahe der Stadt Kertsch im Osten der Krim getroffen wurden. Der Hafen Kawkas liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge von Kertsch und war bereits zuvor Ziel ukrainischer Attacken.

Keine offizielle Bestätigung, aber sichtbare Folgen

Offiziell gibt es bislang keine Bestätigung für die Angriffe. Das russische Verteidigungsministerium meldete lediglich den Abschuss von insgesamt 143 ukrainischen Drohnen, ohne Angaben zu möglichen Schäden zu machen. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen jedoch Explosionen und Feuer in der Nacht sowie dunkle Rauchwolken am Morgen. Die Flughäfen von Krasnodar und Sotschi waren stundenlang für den Flugverkehr gesperrt. Auf der Krim landen seit Beginn des vor mehr als vier Jahren von Kremlchef Wladimir Putin befohlenen Krieges gegen die Ukraine ohnehin keine Passagierflugzeuge mehr.

Auswirkungen auf die Bevölkerung

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten vermehrt Objekte der Ölindustrie attackiert, um die Treibstoffversorgung der russischen Truppen und die Kriegsfinanzierung Moskaus zu erschweren. Die Bewohner der Krim spüren die Folgen deutlich. Bereits seit Sonntag haben die Tankstellen auf der Krim den Verkauf von Benzin und Diesel an Privatpersonen und Unternehmen komplett eingestellt. Die von Moskau eingesetzten Behörden haben zudem alle Ferienlager geschlossen und den Tourismus ausgesetzt. Der örtliche Energieversorger Krimenergo teilte mit, dass Zeitpläne für Stromsperren eingeführt wurden, was auch die Wasserversorgung beeinträchtigt. In der Hafenstadt Sewastopol wurden für Montag alle öffentlichen Open-Air-Veranstaltungen abgesagt, wie Stadtgouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram mitteilte. Es werde auch keine Straßenbeleuchtung geben. Die Regierung in Moskau erklärte, man bemühe sich intensiv, die Auswirkungen der gestörten Treibstofflieferungen auf der Krim zu begrenzen.

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