In den russisch besetzten Teilen der Südukraine kommt es zu erheblichen Stromausfällen. Der von Moskau eingesetzte Chef der Besatzungsverwaltung im Gebiet Cherson, Wladimir Saldo, teilte auf Telegram mit: „Alle Kreise des Gebiets Cherson sind ganz oder teilweise ohne Strom.“ Energieversorger und Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Stromversorgung in den Haushalten so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Notabschaltungen nach ukrainischen Angriffen
Auch Jewgeni Balizki, der von Russland für das Gebiet Saporischschja eingesetzte Gouverneur, berichtete in der Nacht von Notabschaltungen und Schäden an Energieanlagen. Grund seien ukrainische Angriffe auf das Stromnetz. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion und hat ihre Gegenangriffe zuletzt verstärkt.
Putin räumt Probleme ein
In einem Interview mit dem kremlnahen Korrespondenten des Staatsfernsehens, Pawel Sarubin, gestand Kremlchef Wladimir Putin am Vorabend Probleme ein. „Es ist offensichtlich, dass Angriffe auf die kritische Infrastruktur allgemein und insbesondere auf die Energieinfrastruktur Probleme verursachen“, sagte Putin. Man beobachte einen gewissen Mangel, aber keinen kritischen.
Ukrainische Angriffe auf russische Ölindustrie
Die Ukraine hat ihre Angriffe in den vergangenen Monaten stark ausgeweitet und zielt dabei vor allem auf die russische Ölindustrie. Dies hat zunächst auf der seit 2014 besetzten Schwarzmeer-Halbinsel Krim, aber inzwischen auch in einem Großteil der russischen Regionen zu Versorgungsproblemen mit Kraftstoff geführt. Die russischen Besatzungsbehörden stehen zunehmend unter Druck, die Energieversorgung in den besetzten Gebieten aufrechtzuerhalten.



