USA und Iran setzen Angriffe fort: Eskalation im Nahen Osten droht
USA und Iran: Angriffsserie droht zu eskalieren

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben eine neue Eskalationsstufe erreicht. In der zweiten Nacht in Folge führten US-Streitkräfte einen Vergeltungsschlag gegen den Iran durch. Ziel waren nach Angaben des Regionalkommandos Centcom Luftabwehrstellungen, Drohnenlager und Überwachungsinfrastruktur. Auslöser war ein iranischer Angriff auf einen Frachter.

Iran reagiert mit Angriffen auf US-Verbündete

Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) antworteten umgehend. Nach eigenen Angriffen griff die Eliteeinheit Ziele in den mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain an. In den frühen Morgenstunden hätten Marine und Luftwaffe in einem gemeinsamen Raketen- und Drohneneinsatz acht wichtige Infrastrukturziele der US-Armee zerstört, teilten die Revolutionsgarden über ihren Kanal Sepah News mit. Betroffen seien der US-Luftwaffenstützpunkt Ali Al-Salem in Kuwait und die 5. US-Marineflotte in Mina Salman, Bahrain.

Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen. Die kuwaitische Armee teilte auf X mit, die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab. Bahrain bestätigte einen iranischen Angriff mit Drohnen und Raketen. Das Außenministerium in Manama sprach von einer „gefährlichen Eskalation“, die einem „bewussten Muster wiederholter Angriffe“ folge.

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Zweiter US-Angriff seit Rahmenabkommen

Es war der zweite US-Angriff auf den Iran seit der Unterzeichnung des Rahmenabkommens Mitte Juni. Bereits in der Nacht zum Samstag hatten die USA iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen attackiert – als Reaktion auf die Attacke auf ein Frachtschiff am Donnerstag. „Es ist ein größerer Angriff als gestern Abend“, sagte ein hochrangiger US-Beamter Fox News. Laut Centcom griffen die USA zehn iranische Militärziele in und entlang der Straße von Hormus an.

Der iranische Staatssender Irib meldete Explosionsgeräusche in einem Dorf bei Sirik. Vier Geschosse seien in einen Kommunikationsturm eingeschlagen. Auch in der Hafenstadt Bandar-Lengeh und auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus gab es Einschläge.

Hintergründe des Frachterangriffs

Die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO hatte am Samstag mitgeteilt, dass ein Frachtschiff von einem unbekannten Geschoss getroffen worden sei. Laut Centcom handelte es sich um die unter panamaischer Flagge fahrende „Kiku“. Der Tanker sei am Donnerstag in Katar ausgelaufen und auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate gewesen, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf einen US-Beamten.

Trump droht Iran mit Vernichtung

US-Präsident Donald Trump zeigte sich auf Truth Social verärgert. Der US-Angriff sei die Vergeltung für einen erneuten Verstoß gegen die Waffenruhe. „Es ist gut möglich, dass sie es nie lernen werden! Es könnte ein Punkt kommen, an dem wir nicht mehr vernünftig sein können und gezwungen sein werden, das Werk, das wir sehr erfolgreich begonnen haben, militärisch zu vollenden“, schrieb Trump. Er drohte: „Sollte das geschehen, wird die Islamische Republik Iran nicht mehr existieren!“

IRGC: USA haben Waffenruhe gebrochen

Die Revolutionsgarden betonten, die Angriffe in Kuwait und Bahrain seien eine Reaktion auf die US-Aggression. Die USA hätten gegen das Rahmenabkommen und die Waffenruhe verstoßen. Gemäß dem Abkommen gebe es Vereinbarungen zur Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus. Von nun an würden Schiffe, die gegen die Vereinbarung verstießen, mit größerer Härte bekämpft. Jegliche Aggression werde eine vernichtende Antwort nach sich ziehen.

Experte: USA müssen strategische Entscheidung treffen

Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz hatte bereits vor dem Vergeltungsschlag gewarnt: „Der Iran wird wahrscheinlich reagieren, und diese Reaktionen werden sich unweigerlich auf die Straße von Hormus auswirken.“ Die US-Regierung müsse eine strategische Entscheidung treffen. „Die Regierung kann realistischerweise nicht sowohl uneingeschränkte Freiheit der Schifffahrt in der Meerenge als auch ein tragfähiges Abkommen mit dem Iran erwarten, ohne auf Teherans Kernposition einzugehen.“ Die iranische Führung zeige kaum Nachgiebigkeit in Fragen der Souveränität.

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