Das israelische Militär hat zwei Kampfjets über dem Mittelmeer aufsteigen lassen, nachdem ein Passagierflugzeug irrtümlich einen Entführungsnotruf abgesetzt hatte. Wie die polnische Fluggesellschaft LOT mitteilte, war der Airbus am Dienstag auf dem Weg von Warschau nach Tel Aviv, als die Crew einen Notfall meldete. Die Meldung wurde jedoch kurz darauf im Funkverkehr mit der Flugüberwachung wieder zurückgezogen, erklärte LOT-Sprecher Krzysztof Moczulski der Nachrichtenagentur AFP.
Transponder-Code 7500: Signal für Entführung
Der von der bulgarischen Airline Electra Airways ausgeführte Flug löste auch bei der bulgarischen Luftwaffe Alarm aus. Das Verteidigungsministerium in Sofia teilte mit, das Passagierflugzeug habe den Transponder-Code 7500 gesendet, der eine unrechtmäßige Störung oder eine Entführung signalisiert. Daraufhin stieg eine bulgarische MiG-29 auf, um die Maschine abzufangen und durch den bulgarischen Luftraum zu geleiten.
Laut Angaben des Verkehrsministeriums befand sich das Flugzeug bereits auf dem Weg in den türkischen Luftraum, als es aufgrund einer Anweisung des Transponders schließlich zum Sitz von Electra Airways in Burgas zurückgeleitet wurde. Grund dafür waren laut LOT-Sprecher Moczulski Beschränkungen wegen der zulässigen Höchstarbeitszeit der Crew.
Israelische Streitkräfte: Keine Sicherheitsbedenken
Das israelische Militär erklärte in einer Stellungnahme, es bestehe „keine Besorgnis über einen Sicherheitsvorfall“. Die versehentliche Aktivierung des Notrufs hatte jedoch zu einem kurzen, aber intensiven Einsatz der Luftstreitkräfte geführt, der die Ernsthaftigkeit solcher Codes unterstreicht.



