WM in Mexiko: Autofahrer fährt in Menge und wird gelyncht – drei Tote bei Siegesfeier
WM in Mexiko: Autofahrer gelyncht, drei Tote bei Feier

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko wird von mehreren gewalttätigen Vorfällen überschattet. Der schwerste Zwischenfall ereignete sich bereits vergangene Woche im Touristenort Cabo San Lucas in Baja California. Nach Mexikos Sieg im Gruppenspiel gegen Tschechien war ein Autofahrer aus noch ungeklärter Ursache in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurden 17 Menschen verletzt. Nach Berichten mehrerer Medien wurde der Mann anschließend von aufgebrachten Passanten aus seinem Fahrzeug gezerrt und verprügelt. Das Portal „Novedades Yucatán“ schrieb, er sei geradezu „gelyncht“ worden. Nach seiner Festnahme wurde er in ein Krankenhaus gebracht, wo er seinen Verletzungen am Schädel und an diversen inneren Organen erlag. Ob es sich bei der Fahrt um ein Versehen oder Absicht handelte, blieb unklar. Auch ob weitere Personen im Zusammenhang mit dem Vorfall festgenommen wurden, ist nicht bekannt.

Drei Tote bei Siegesfeier in Mexiko-Stadt

Nach dem Sechzehntelfinalspiel gegen Ecuador am Dienstag starben nach Angaben der Gesundheitsbehörde von Mexiko-Stadt drei Menschen in der Nähe des zentralen Denkmals „Ángel de la Independencia“. Die Opfer wurden vermutlich auf offener Straße in der Menge erdrückt, berichtete das Portal „Aristegui“. Ein 44-jähriger Mann und eine 19-jährige Frau starben laut einem Facebook-Post der Gesundheitsbehörde bereits an Ort und Stelle an Erstickung. Eine 48-jährige Frau wurde bewusstlos aufgefunden und im Krankenhaus wurde ihr Tod durch Ersticken festgestellt. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Bewaffnete töten zwei Menschen bei Public Viewing

In der Gemeinde Yautepec im Bundesstaat Morelos töteten Bewaffnete während der Live-Übertragung des WM-Sechzehntelfinals zwischen Mexiko und Ecuador auf einem Sportplatz mindestens zwei Menschen und verletzten fünf weitere. Nach Informationen des Portals „Metro“ soll es sich bei einem der Toten um einen Assistenten eines Regionalpolitikers des Bundesstaats handeln. Zudem wurde eine Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Yautepec schwer verletzt. Auf dem Platz im Viertel Rancho Nuevo hatten sich Nachbarn, darunter auch Familien mit Kindern, zum gemeinsamen Fußballschauen versammelt. Die Gouverneurin von Morelos, Margarita González Saravia, bestätigte den Vorfall in einem Post auf der Plattform X, nannte aber keine Zahlen zu Opfern.

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