Iran widerspricht Pakistan: Keine Unterzeichnung am Sonntag
Die geplante iranisch-amerikanische Absichtserklärung wird nach Angaben des Außenministeriums in Teheran nicht am Sonntag unterzeichnet. Eine Unterzeichnung in den kommenden Tagen könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, erklärte das Ministerium nach Berichten staatlicher Medien. Wegen des Zögerns der Gegenseite sei bei Äußerungen zum genauen Datum Vorsicht geboten.
Pakistan: Einigung zwischen den USA und dem Iran voraussichtlich binnen 24 Stunden
Die USA und der Iran haben sich nach pakistanischen Angaben auf eine Absichtserklärung für ein Friedensabkommen geeinigt. Eine erste Vereinbarung solle innerhalb der nächsten 24 Stunden elektronisch unterzeichnet werden, erklärte Ministerpräsident Shehbaz Sharif am Samstag. In der kommenden Woche würden dann Gespräche auf technischer Ebene folgen. Pakistan vermittelt in dem Konflikt.
Am Freitag hatten beide Seiten signalisiert, dass ein Ende der Kämpfe nahe sei. Einem hochrangigen US-Regierungsvertreter zufolge haben sich Washington und Teheran auf einen Text verständigt. Ob damit auch die Streitfrage Libanon gelöst wurde, blieb zunächst offen. Der Iran hat gefordert, dass Israel seine Offensive gegen die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz beendet. Israel ist allerdings an den amerikanisch-iranischen Verhandlungen nicht direkt beteiligt.
Die geplante Absichtserklärung sieht Insidern zufolge vor, dass die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen aufheben, eingefrorene iranische Gelder in Milliardenhöhe freigeben und Sanktionen gegen iranische Ölexporte aussetzen. Im Gegenzug solle der Iran die Straße von Hormus wieder öffnen. Anschließend soll in einer 60-tägigen Frist über das iranische Atomprogramm verhandelt werden, das US-Präsident Donald Trump als Grund für den Kriegsbeginn genannt hatte. Während die USA auf einen Abbau des Programms und die Zerstörung von hochangereichertem Uran pochen, will der Iran das Material in verdünnter Form behalten. Hochangereichertes Uran ist Ausgangsstoff für Atombomben.
Iranisches Staatsfernsehen: Ali Chamenei soll am 9. Juli beigesetzt werden
Irans langjähriger oberster Führer, Ayatollah Ali Chamenei, soll dem iranischen Staatsfernsehen zufolge am 9. Juli beerdigt werden – mehr als vier Monate nach seiner Tötung am ersten Tag des Iran-Krieges. Die ursprünglich für März geplante Beisetzung werde in Chameneis Heimatstadt, der nordöstlich gelegenen heiligen Stadt Maschhad, erfolgen, berichtete das Staatsfernsehen am Samstag. Vorausgehen werden demnach dreitägige Trauerzeremonien in der Hauptstadt Teheran ab dem 4. Juli sowie eine Trauerzeremonie in der heiligen Stadt Ghom am 7. Juli.
Israel ordnet Evakuierung von 20 Orten im Südlibanon an – Berichte über heftige Angriffe
Die israelische Armee hat die Bewohner von 20 Städten und Dörfern im Südlibanon zur Evakuierung aufgefordert. Zugleich meldete sie mehrere Drohnenangriffe der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Nordisrael seit Freitagabend. Armeesprecher Avichay Adraee erklärte auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Wer sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr.
Wie viele Menschen von der Evakuierung betroffen sind, war zunächst unklar. Nach dem Aufruf zur Evakuierung meldeten libanesische Sicherheitskreise heftige israelische Angriffe mit Kampfflugzeugen, Drohnen und Artillerie auf Ziele in den genannten Gebieten – beispielsweise auf Kfar Ruman, Nabatija sowie die Hügel oberhalb der Stadt. Einige Gebiete, wie der größte Teil von Nabatija und Kfar Ruman, seien bereits vor der neuen Warnung nahezu menschenleer gewesen. Die israelische Armee bestätigte die Angriffe zunächst nicht. Sie berichtete zuvor mehrfach von Luftalarm in Nordisrael nach mutmaßlichen Drohnenangriffen der Hisbollah. Betroffen gewesen seien unter anderem die Grenzorte Metula und Misgav Am.
US-Streitkräfte schießen iranische Drohnen ab
US-Streitkräfte haben nach Angaben eines Insiders mehrere iranische Angriffsdrohnen in Richtung Straße von Hormus abgeschossen. Die Drohnen stellten eine Bedrohung für die zivile Schifffahrt dar, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Teheran müsse „schnellstens zur Vernunft kommen“, hatte US-Präsident Donald Trump zuvor erklärt und den Iran davor gewarnt, weitere Drohnen gegen Schiffe einzusetzen.
Teheran: Vereinbarung mit den USA könnte „in den kommenden Tagen“ unterzeichnet werden
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat sich optimistisch über eine baldige Einigung auf eine Friedensvereinbarung mit den USA gezeigt. „Sobald die letzten Phasen unserer Verhandlungen abgeschlossen sind, wird dieses Abkommen unterzeichnet und bekanntgegeben“, sagte Araghtschi am Freitagabend im iranischen Staatsfernsehen. Die Unterzeichnung des Abkommens werde „zunächst digital“ erfolgen, kündigte Araghtschi an. „Jede Seite wird remote unterschreiben. Danach wird bekannt gegeben, dass diese Vereinbarung von beiden Parteien unterzeichnet worden ist“, führte der Außenminister aus. „Das könnte in den kommenden Tagen passieren.“ Er sei „sehr zuversichtlich“.
Ein aktueller Entwurf für ein Abkommen zwischen Teheran und Washington sehe die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen vor, erklärte der iranische Chefdiplomat. „Die Seeblockade muss vollständig aufgehoben werden“, sagte er. „Das ist der erste Punkt, der in dem Abkommen erwähnt wird.“ Zudem behandelt der Entwurf Araghtschi zufolge die strategisch wichtige Straße von Hormus. „Der Iran hat die feste Entscheidung getroffen, dass die Verwaltung der Straße von Hormus nicht mehr so sein wird wie zuvor“, sagte er. Diesbezüglich würden weiterhin Gespräche mit Oman geführt.
Hinsichtlich der Frage des iranischen Atomprogramms erklärte Araghtschi, Einzelheiten würden innerhalb einer Frist von 60 Tagen nach Unterzeichnung der Vereinbarung erörtert werden. „Unsere Position war stets, dass der einzige Weg, mit dem Vorrat an angereichertem Material umzugehen, darin besteht, ihn innerhalb des Iran zu verdünnen“, sagte er mit Blick auf angereichertes Uran im Iran. Der iranische Außenminister warnte außerdem vor Versuchen Israels, ein mögliches Abkommen zwischen Teheran und Washington zu sabotieren. Die israelische Regierung suche nach Vorwänden, um das Abkommen zu „torpedieren“.
In den vergangenen Tagen hatte es trotz einer seit Anfang April geltenden Waffenruhe mehrfach gegenseitige Angriffe gegeben. Das US-Militär griff Ziele im Iran an, Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Jordanien und Kuwait. In der Nacht zum Freitag blieb es ruhig.
Insider: VAE haben bereits Milliarden für Iran freigegeben
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben Insidern zufolge bereits Gelder in Höhe von mehr als drei Milliarden Dollar für den Iran freigegeben. Insgesamt hätten die VAE Zahlungen über zehn bis 20 Milliarden Dollar zugesagt, sagten vier mit dem Vorgang vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle die Islamische Republik ihre Angriffe auf den Golfstaat einstellen. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der Washington und Teheran über ein Ende des Krieges der USA und Israels gegen den Iran verhandeln.
Iranischer Verband: Fifa-Präsident hält Versprechen nicht ein
Der iranische Fußballverband wirft Fifa-Präsident Gianni Infantino vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Infantino habe uneingeschränkten Zugang für alle Verbandsmitglieder zu den drei WM-Spielen des Iran in den USA versprochen, sagte der iranische WM-Teambetreuer Mahdi Mohammad Nabi am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Nabi ist einer von 15 iranischen Funktionären, die kein US-Visum für die WM-Spiele erhalten haben. „Wir hoffen, dass Herr Infantino tatsächlich seinen Worten Taten folgen lässt und die Versprechen einhält, die er dem iranischen Nationalteam gegeben hat“, sagte Nabi.
Am Mittwoch hatte Infantino bei einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt Irans WM-Teilnahme noch als Beweis für den Erfolg der FIFA bei der Bewältigung komplexer politischer Fragen gefeiert. Das US-Außenministerium begründete die Visa-Ablehnungen damit, es werde „dem iranischen Team nicht erlauben, dieses System zu missbrauchen, um Terroristen unter falschen Vorwänden in die USA einzuschleusen“. Die iranische Mannschaft musste wegen der Visa-Probleme ihr Trainingslager kurzfristig von Arizona in den USA nach Tijuana in Mexiko verlegen.
Iran kündigt Änderungen bei Straße von Hormus an – künftig Gebühren?
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat erklärt, dass man bei der Verwaltung der Straße von Hormus nicht zu dem Status zurückkehren werde, den es dort vor dem Krieg gegeben habe. Die Schifffahrtsstraße gehöre zum Iran und zum Oman. Der Iran werde dafür sorgen, dass Schiffe, die durch die Straße führen, eine sichere Passage hätten. Was genau damit gemeint ist, sagte Araghtschi nicht.
Beobachter hatten in den vergangenen Wochen darauf hingewiesen, dass der Iran versuchen könnte, von jedem Schiff, das künftig die Wasserstraße nutzt, eine hohe Gebühr zu verlangen. Vor dem von den USA und Israel begonnenen Krieg war die Durchfahrt kostenfrei. Würde eine Gebühr eingeführt, könnte das zu höheren Ölpreisen an den Weltmärkten und damit auch zu höheren Kosten etwa bei Verbrauchern und Unternehmen weltweit führen.
Iran: Ende der Libanon-Angriffe Teil der Vereinbarung mit den USA
Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagt im staatlichen Fernsehen, die Absichtserklärung mit den USA sei noch nicht unterzeichnet und es könne noch Änderungen geben. Geplant sei ein Ende des Krieges an allen Fronten, inklusive des Libanon. Teil der Vereinbarung sei auch ein Ende der US-Blockade gegen den Iran und die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Fragen des iranischen Atomprogramms würden erst zu einem späteren Zeitpunkt behandelt. Der Iran sei der Gewinner des Krieges mit den USA, fügt Araghtschi hinzu. Das Land ginge aus dem Krieg gestärkt hervor.
Schweiz bietet sich als Ort für Unterzeichnung von US-Iran-Abkommen an
Die Schweiz hat angeboten, als Ort für die Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran zu dienen. „Die Schweiz ist voll mobilisiert. Wir stehen in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten und dem Iran“, erklärte das Schweizer Außenministerium am Freitagabend in einer kurzen Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP. Die Schweiz unterstütze als Vermittler die Bemühungen um eine Absichtserklärung, die darauf abziele, „den Waffenstillstand zu festigen und den Weg für eine Deeskalation im Rahmen des Konflikts zwischen dem Iran und den USA zu ebnen“, hieß es weiter in der Mitteilung des Ministeriums. Es habe „die Schweiz als Ort für eine mögliche Unterzeichnung vorgeschlagen, falls die Parteien dem zustimmen“.
US-Kreise zu Iran-Gesprächen: Verabredung zu Nuklearmaterial
In den Verhandlungen zum Iran-Krieg sollen US-Kreisen zufolge Verabredungen zum iranischen Nuklearmaterial getroffen worden sein. Demzufolge soll bislang Einvernehmen über die folgenden Punkte bestehen: Das Nuklearmaterial soll zerstört und abtransportiert werden. Das Atomprogramm Irans werde abgebaut. Kein Geld Irans werde freigegeben, bis das Land seine Gegenleistung erbracht habe. Die Straße von Hormus werde geöffnet werden. Der Iran finanziere keine terroristischen Gruppen. In welchen zeitlichen Schritten diese angepeilten Ziele erreicht werden sollen, blieb unklar.
Pakistan: Iran und USA haben sich über Abkommen verständigt
Ein Abkommen zwischen Washington und Teheran zur Beendigung der Kämpfe rückt offenbar in greifbare Nähe. Laut Pakistans Regierung, die zwischen den Konfliktparteien vermittelt, haben sich Vertreter aus Washington und Teheran über ein Abkommen verständigt. „Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde“, schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf X. Pakistan arbeite nun eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte zu finalisieren.
US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Donnerstag erneut Hoffnungen geweckt, dass es in den bislang zähen Bemühungen um ein Rahmenabkommen im Iran-Krieg einen Durchbruch geben könnte. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Ein solches Rahmenabkommen würde dann zunächst vertiefte Verhandlungen um ein mögliches Ende des Kriegs nach sich ziehen. Zuletzt lagen die Positionen vor einem möglichen Rahmenabkommen deutlich auseinander. Streit gibt es unter anderem um Irans Atomprogramm, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, den Krieg im Libanon, Sanktionen gegen den Iran und eingefrorene iranische Vermögen im Ausland.
Israels Verteidigungsminister warnt vor Zugeständnissen an Iran
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat Vorbehalte gegen ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran erkennen lassen. US-Präsident Donald Trump strebe eine Vereinbarung an, die vor allem amerikanischen Interessen diene, schrieb Katz auf Telegram. Zwar hätten die USA und Israel das gemeinsame Ziel, den Iran am Erwerb von Atomwaffen zu hindern, erklärte Katz. Israel erwarte jedoch, dass Washington auch weitere Sicherheitsbedenken berücksichtige. Dabei nannte er das iranische Raketenprogramm sowie die Unterstützung bewaffneter Gruppen durch Teheran. Der Verteidigungsminister kündigte außerdem an, Israel werde sich nicht aus den von ihm ausgewiesenen „Sicherheitszonen“ im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen zurückziehen. Er begründete dies mit einer Bedrohung durch „dschihadistische Kräfte und Organisationen“.
Pakistan meldet Fortschritte bei US-Verhandlungen mit dem Iran
Nach Signalen aus den USA und dem Iran über Fortschritte in den wochenlangen Verhandlungen über ein Ende des Krieges spricht nun auch der Vermittlerstaat Pakistan von Erfolgen. Außenminister Ishaq Dar und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas äußerten nach einem Telefonat ihre Hoffnung auf eine „anhaltende Verständigung und friedliche Lösung“ zwischen den Kriegsparteien, wie Dars Ministerium auf X schrieb. Dialog und Diplomatie seien der einzige Weg für langfristigen Frieden, hieß es weiter. Über Islamabad waren in den vergangenen Wochen immer wieder Nachrichten zwischen den Kriegsparteien ausgetauscht worden. Im April hatten sie sich auch in der pakistanischen Hauptstadt getroffen. Am Donnerstag hatte US-Präsident Trump überraschend Angriffe auf den Iran abgeblasen und von einem nahenden Abkommen gesprochen. Der Iran äußerte sich noch verhalten, sprach jedoch davon, dass ein Verhandlungstext überwiegend finalisiert sei.
Iran-nahe Gruppe will FBI-Drohnen gehackt haben
Eine Iran-nahe Hackergruppe reklamiert für sich, Drohnendaten der US-Bundespolizei FBI erlangt zu haben, die sie für Angriffe auf die Fußball-Weltmeisterschaft nutzen könnte. Die auf die Beobachtung islamistischer Plattformen spezialisierte US-Firma Site veröffentlichte am Freitag eine Erklärung der Gruppe Handala. Darin führen die Hacker an, sie hätten schon „seit Monaten“ Zugriff auf „jedes Bild und jeden Verdächtigen“, die von den sogenannten FPV-Drohnen des FBI erfasst worden seien. Laut Handala stammen die Daten der Drohnen unter anderem aus Gesichtserkennungssoftware und der Erfassung von Kfz-Kennzeichen. „Erhöht besser Eure Sicherheit für die WM, wir mögen manche dieser Teams überhaupt nicht“, wurde die Handala-Erklärung zitiert.
Das FBI setzt Drohnen rund um die WM-Stadien ein, um diese gegen das Eindringen unbefugter Fluggeräte zu schützen. Handala verbreitete auch Bilder, die von den angeblich gehackten Drohnen stammen sollen. Site bestritt jedoch, dass die Aufnahmen tatsächlich von dort stammen. So wurde der Firma zufolge eines der von Handala gezeigten Videos von einer Softwareplattform im Dezember 2024 produziert, um eine Technologie der US-Polizei zur Kontrolle von Tornado-Schäden zu illustrieren. Handala hatte im März bereits Cyberangriffe auf die US-Unternehmen Stryker und Verifone für sich beansprucht. Die Gruppierung bezeichnete dies als Vergeltung für den Angriff vom 28. Februar auf eine Grundschule im Iran zu Beginn des US-israelischen Krieges gegen das Land. Dabei waren nach nicht überprüfbaren Angaben des Iran mehr als 175 Menschen getötet worden. Auch reklamierte die Gruppe im März für sich, das private E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt zu haben.
Insider: USA und Iran könnten Abkommen am Sonntag unterzeichnen
Die USA und der Iran könnten Insidern zufolge am Sonntag ein Abkommen zur Beendigung des Krieges am Golf unterzeichnen. Als wahrscheinlichster Ort für das Treffen gelte Genf, sagte ein westlicher Insider am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Ziel sei es, den Text bis Samstag fertigzustellen. US-Vizepräsident JD Vance und der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sollen demnach die Vereinbarung unterschreiben. US-Präsident Donald Trump erklärte am Donnerstag, er habe neue Angriffe auf den Iran abgesagt, da die Vereinbarung nun stehe. Der Entwurf scheint weitgehend die Forderungen Teherans zu erfüllen. Im Gegenzug für die Öffnung der vom Iran blockierten Straße von Hormus sollen Sanktionen gegen iranische Ölexporte aufgehoben und eingefrorene Gelder in Milliardenhöhe freigegeben werden. Zudem beharre der Iran auf einer Einstellung der Kämpfe im Libanon, wo Israel gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz vorgeht.
Mögliches Rahmenabkommen in greifbarer Nähe?
Im Hinblick auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran gibt es weiterhin widersprüchliche Informationen aus beiden Ländern. Während der Iran laut iranischen Medien etwa weiterhin für sich das Recht beanspruche, Uran anzureichern und die Kontrolle über die Straße von Hormus zu behalten, hieß es laut US-Angaben, Teheran sei zu einem Verzicht auf sein Atomprogramm bereit. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sieht außerdem ein Abkommen in greifbarer Nähe. „Die Absichtserklärung von Islamabad stand noch nie so kurz vor dem Abschluss“, schrieb Araghtschi auf X. „Bis zur endgültigen Fertigstellung sollten sich die Medien mit Spekulationen über ihren Inhalt zurückhalten“, fügte er hinzu. Einzelheiten würden der Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt.
Auch US-Präsident Donald Trump hatte Fortschritte in den Verhandlungen mit dem Iran über ein Kriegsende verkündet. Wahrscheinlich werde es eine Unterzeichnung geben, „vielleicht in Europa“, sagte der Republikaner am Freitag im Oval Office vor Reportern. Ebenfalls am Freitag hatte Trump allerdings Äußerungen aus dem Iran über angebliche Inhalte einer Vereinbarung mit den USA zurückgewiesen. Was dort gesagt worden sei, einschließlich der „schwachen und erbärmlichen Erklärung“ über eine Einigung, habe keinerlei Bezug zur Wahrheit, schrieb Trump am Freitag auf seiner Online-Plattform Truth Social. Es handele sich um sehr ehrlose Menschen, mit denen man nicht in gutem Glauben verhandeln könne.
Nach einer Nacht ohne gegenseitige Angriffe hatte es am Freitag Anzeichen für Bewegung in den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran gegeben. Die iranische Nachrichtenagentur Mehr meldete, ein Entwurf zu einer Absichtserklärung sehe eine „dauerhafte und sofortige Einstellung der Kampfhandlungen an allen Fronten, einschließlich im Libanon“ vor. Nach der Unterzeichnung einer Absichtserklärung würden der Iran und die USA 60 Tage lang Gespräche führen, meldete auch die Nachrichtenagentur Irna. Diese zielten dann auf eine „Einigung in Atomfragen und vollständige Aufhebung der US-Sanktionen“. Unter Berufung auf iranische Verhandlungskreise berichtete Mehr ferner, dass der Entwurf die „Freigabe von 24 Milliarden Dollar (rund 21 Milliarden Euro) an eingefrorenen iranischen Geldern während der abschließenden 60-tägigen Verhandlungsphase“ vorsehe. Die Hälfte dieses Betrags solle dem Iran „vor Beginn der Verhandlungen zur Verfügung gestellt“ werden, hieß es.
Bundesregierung sieht Chance auf US-Iran-Abkommen
Die Bundesregierung sieht Insidern zufolge die Chance auf eine Verständigung zwischen den USA und dem Iran. „Hier haben die letzten Tage Fortschritte gebracht“, heißt es in deutschen Regierungskreisen. Bei der diplomatischen Arbeit könne sich Präsident Trump weiter auf die deutsche Unterstützung verlassen. In den entscheidenden Punkten seien sich die G7-Staats- und Regierungschefs einig, die sich ab Montag zu einem Gipfel im französischen Evian treffen. Iran dürfe sich nicht nuklear bewaffnen und die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus müsse wieder gewährleistet werden. „Das wird sich nur am Verhandlungstisch erreichen lassen.“
Bundesbank: Deutsche Wirtschaft erholt sich wegen Iran-Krieg erst 2028
Die Bundesbank traut der deutschen Wirtschaft wegen der Folgen des Iran-Kriegs erst 2028 wieder spürbares Wachstum zu. Im laufenden Jahr bleibe der Konjunktur allein wegen der staatlichen Mehrausgaben ein Abrutschen in eine vorübergehende Rezession erspart, heißt es in der am Freitag veröffentlichten halbjährlichen Prognose. „Im Sommerhalbjahr wird ein Rückgang der Wirtschaftsleistung durch die expansive Fiskalpolitik verhindert: Sie gleicht die Folgen des Krieges im Nahen Osten in etwa aus.“ Die Bundesbank geht davon aus, dass das unbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2026 um 0,7 Prozent steigt, im nächsten Jahr um 0,9 Prozent anzieht und 2028 um weitere 1,2 Prozent zulegt.
Iran: Verhandlungstext überwiegend finalisiert
Nachdem US-Präsident Donald Trump am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt hatte, spricht auch die Islamische Republik von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai nach Angaben der staatlichen Agentur Irna am Donnerstagabend in einem TV-Programm. Zugleich drückte Baghai erneut fehlendes Vertrauen Teherans in Washington aus. Das Problem sei, dass die US-Seite ihre Positionen immer wieder verändere, sagte Baghai demnach weiter. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete in der Nacht zum Freitag, das Abkommen sei bisher nicht endgültig bestätigt. Es handle sich um einen 14 Punkte umfassenden Text. Bei dem jetzt diskutierten Dokument geht es Berichten zufolge zunächst um ein Rahmenabkommen, mit dem die Grundlage für weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran gelegt werden soll. Mit dem Rahmenabkommen könnte aber bereits etwa die für den Handel wichtige Straße von Hormus wieder vollständig geöffnet werden.



