Papst Leo XIV. besucht Kanaren: Signal für Flüchtlingssolidarität
Papstbesuch auf Kanaren: Hilfe für Flüchtlinge

Zehntausende Geflüchtete erreichen jedes Jahr die Kanarischen Inseln – viele sterben auf der Überfahrt. Nun besucht Papst Leo XIV. im Rahmen seiner vierten Auslandsreise die spanische Inselgruppe. Die Reise fällt mitten in die hitzige Migrationsdebatte Europas.

Ein Zeichen der Menschlichkeit

Der Papst betont bei seinen Auftritten, dass hinter den Zahlen Menschen mit Hoffnungen und Ängsten stehen. Damit unterstützt er nach Ansicht von Konfliktforscherin Nicole Deitelhoff jene, die sich vor Ort für Flüchtlinge engagieren. In einer Kolumne für den Tagesspiegel schreibt sie: „Der Papstbesuch kann die Perspektive wechseln – weg von abstrakten Statistiken, hin zu konkreten Schicksalen.“

Die Lage auf den Kanaren

Die Kanaren sind zu einem Hotspot der Migration geworden. Immer wieder erreichen überfüllte Boote die Küsten, die Behörden sind überlastet. Die EU ringt um eine gemeinsame Asylpolitik, während die Inseln unter dem Ansturm leiden. Der Papstbesuch lenkt die Aufmerksamkeit auf diese humanitäre Krise.

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Was kann der Besuch bewirken?

Deitelhoff sieht den Besuch als wichtiges Signal: „Er stärkt die zivilgesellschaftlichen Akteure, die sich für eine menschenwürdige Aufnahme einsetzen.“ Zudem könne der Papst Druck auf die Politik ausüben, langfristige Lösungen zu finden. Allerdings warnt sie vor zu hohen Erwartungen: „Ein Besuch allein wird die strukturellen Probleme nicht lösen.“

Die Reise von Papst Leo XIV. dauert noch mehrere Tage. Neben den Kanaren stehen auch Treffen mit der spanischen Regierung und kirchlichen Vertretern auf dem Programm. Die Migrationspolitik wird dabei ein zentrales Thema sein.

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