Drei Festnahmen nach Wasservergiftung in Nordmazedonien
Drei Festnahmen nach Wasservergiftung in Nordmazedonien

In Nordmazedonien hat es nach Vergiftungserscheinungen bei hunderten Menschen, vermutlich durch verunreinigtes Leitungswasser, drei Festnahmen gegeben. Die Polizei teilte am Montag mit, dass die Direktorin und zwei Mitarbeiter des Wasserversorgungswerks der Stadt Gostivar festgenommen wurden. Hintergrund ist, dass binnen einer Woche 3100 Einwohner wegen Magen-Darm-Beschwerden behandelt werden mussten. Den Angaben zufolge soll das Unternehmen wegen Wasserknappheit verunreinigtes Wasser aus einem Fluss abgepumpt haben.

Hintergrund der Vergiftungswelle

Die Temperaturen in der 32.000-Einwohner-Stadt, die südöstlich der Hauptstadt Skopje liegt, betragen derzeit über 30 Grad Celsius. Die Behörden untersagten die weitere Nutzung von Leitungswasser. Die ersten Vergiftungserscheinungen waren bereits Anfang vergangener Woche aufgetreten. Die vermutliche Ursache der Vergiftungen wurde jedoch erst nach einer Analyse von Wasserproben bekannt gegeben.

Maßnahmen der Behörden

Das Personal im örtlichen Krankenhaus wurde aufgestockt. Nach Angaben von Gesundheitsminister Saso Klekovski wurden vier Menschen ins Krankenhaus eingeliefert. Infolge der Verunreinigung des Leitungswassers werden in der Stadt täglich etwa 50.000 Liter Wasser aus Flaschen an die Einwohner verteilt. Die Behörden arbeiten daran, die Wasserversorgung wieder sicherzustellen.

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