Bei der traditionellen Militärparade zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli in Paris hat sich Präsident Emmanuel Macron demonstrativ eng mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gezeigt. Die Umarmung der beiden Staatsoberhäupter war ein klares Statement – und ein Zeichen an Russlands Machthaber Wladimir Putin. Die sogenannte „Koalition der Willigen“, die sich für die Ukraine einsetzt, stehe zusammen, so die Botschaft.
Pompöse Parade mit 6.800 Soldaten
Mehr als 6.800 Soldaten marschierten über die Champs-Élysées, symbolisch angeführt von 500 Soldaten der „Koalition der Willigen“. Das Spektakel verfolgten auch Bundeskanzler Friedrich Merz, der britische Premier Keir Starmer und rund 30 weitere Staats- und Regierungschefs. Die Parade zeigte den traditionellen Überflug von französischen Mirage-Kampfjets. Laut Élysée-Palast flogen diese Maschinen mit ukrainischen Copiloten, die derzeit auf diesen Jets ausgebildet werden.
Zusagen für Waffenlieferungen und Raketenabwehr
Die Unterstützung für die Ukraine beschränkte sich nicht auf die Militärparade: Bereits am Vorabend sagten die Mitglieder der „Koalition der Willigen“ weitere Waffenlieferungen und eine Zusammenarbeit bei der Raketenabwehr zu. Für den Herbst ist zudem ein gemeinsames Manöver in Polen geplant, an dem Truppen aus Frankreich, Großbritannien und Polen teilnehmen. Deutschland wird sich nach Angaben aus Regierungskreisen nicht an diesem Manöver beteiligen.
Deutsche Soldaten bei Macrons letzter Parade
Bei der Parade in Paris liefen jedoch auch deutsche Soldaten mit. Sie erwiesen Macron damit eine Ehre: Es war die letzte Militärparade in seiner Amtszeit. Die Parade unterstrich die enge Verbundenheit der westlichen Verbündeten in der Unterstützung der Ukraine gegen Russland.



