Im Fall der seit Monaten vermissten Mutter von US-Moderatorin Savannah Guthrie berichten Medien über ein Schreiben, in dem vom Tod der 84-Jährigen die Rede ist. Es handle sich um eine bereits im Februar verschickte Nachricht, die auf ein mutmaßliches Erpresserschreiben inklusive einer Lösegeldforderung folgte, berichteten unter anderem die Sender CNN und NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.
Zweite Nachricht der Entführer bestätigt Tod
Ermittler seien davon ausgegangen, dass beide Nachrichten Mitteilungen der Entführer gewesen seien. In der zweiten, an US-Medien versandten Nachricht habe gestanden, dass Nancy Guthrie kurz nach ihrer Entführung gestorben sei, zitierte CNN aus Ermittlerkreisen. Man habe nicht die Absicht gehabt, sie zu töten, hieß es dort demnach. Laut NBC News enthielt die zweite Nachricht weder eine Entschuldigung noch eine Geldforderung für die Übergabe der Leiche der Mutter der Moderatorin.
Savannah Guthrie wandte sich in Videobotschaft an Entführer
Beide Sender berichteten weiter, Savannah Guthrie habe sich nach der zweiten Nachricht in einer kurzen Videobotschaft auf Instagram geäußert. In dem Video von Anfang Februar sagte die Moderatorin an den oder die Täter gewandt unter anderem: „Wir flehen Sie jetzt an, uns unsere Mutter zurückzugeben.“ Sie deutete dabei auch an, dass die Familie bereit sei, für die Rückkehr der Mutter zu zahlen. „Wir haben Ihre Nachricht erhalten, und wir haben verstanden“, sagte sie. Was damit gemeint war, blieb offen.
Hintergrund des Falls
Der Fall der vermissten Nancy Guthrie sorgte in den USA landesweit für Aufsehen. Auch Präsident Donald Trump und die Bundespolizei FBI schalteten sich in die Ermittlungen ein. Die herzkranke und auf Medikamente angewiesene Nancy Guthrie wurde zuletzt am Abend des 31. Januar gesehen. Seither ist sie spurlos verschwunden. Die Ermittler im Bundesstaat Arizona gehen von einer Entführung aus. Die Familie hat eine Belohnung von einer Million Dollar (etwa 870.000 Euro) für hilfreiche Hinweise ausgelobt.



