Das US-Zentralkommando hat nach eigenen Angaben über 80 iranische Militärziele angegriffen. Die Angriffswelle richtete sich gegen Einrichtungen der Islamischen Revolutionsgarde und verbündeter Milizen. Gleichzeitig entzog Washington Teheran eine entscheidende Lizenz zum Verkauf von Rohöl.
Hintergrund der Eskalation
Die USA begründen die Angriffe mit der anhaltenden Bedrohung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Katar hatte zuvor offiziell den Iran für mehrere Angriffe auf Handelsschiffe in der Meerenge verantwortlich gemacht. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Handelsrouten für den globalen Öltransport.
„Wir haben klare Beweise, dass der Iran hinter den jüngsten Attacken in der Straße von Hormus steckt“, erklärte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums. Diese Anschuldigung verlieh den US-Militäraktionen eine zusätzliche diplomatische Legitimation.
Umfang der US-Angriffe
Die Operation umfasste Luft- und Raketenangriffe auf insgesamt 85 Ziele, darunter Kommandozentralen, Waffenlager und Drohnenstützpunkte. Das US-Zentralkommando betonte, dass ausschließlich militärische Infrastruktur getroffen wurde, um zivile Opfer zu vermeiden.
„Die Angriffe zielen darauf ab, die Fähigkeit des Iran zu beeinträchtigen, Angriffe gegen US-Streitkräfte und Partner in der Region durchzuführen“, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme. Die Operation sei Teil einer Strategie der „abgestuften Abschreckung“.
Wirtschaftliche Sanktionen verschärft
Parallel zu den Militärschlägen entzog das US-Finanzministerium dem Iran eine wichtige Lizenz, die es Teheran ermöglichte, Öl auf dem internationalen Markt zu verkaufen. Diese Lizenz war Teil eines begrenzten Abkommens zur humanitären Hilfe, das nun widerrufen wurde.
Experten schätzen, dass der Iran durch den Lizenzentzug Einnahmen in Milliardenhöhe verlieren könnte. Die USA hoffen, so den wirtschaftlichen Druck auf die Führung in Teheran zu erhöhen. „Die Kombination aus militärischen und wirtschaftlichen Maßnahmen soll den Iran an den Verhandlungstisch zwingen“, analysiert ein Nahost-Experte.
Internationale Reaktionen
Die Angriffe lösten ein geteiltes Echo aus. Während Israel die USA unterstützte, kritisierten Russland und China die Eskalation. Die Europäische Union rief zur Zurückhaltung auf und warnte vor einer weiteren Destabilisierung der Region.
Der Iran selbst drohte mit Vergeltung. Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte: „Teheran wird sich nicht einschüchtern lassen und behält sich das Recht auf Selbstverteidigung vor.“ Die Spannungen in der Straße von Hormus bleiben damit auf einem kritischen Niveau.



