US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, mehrere historische Bundesgebäude in Washington, D.C., abreißen zu lassen. Wie ein Bericht des Tagesspiegels enthüllt, stehen vor allem das ehemalige Gebäude der Sozialversicherung sowie andere Bauten aus der New-Deal-Ära auf der Liste. Diese Gebäude beherbergen einzigartige Wandgemälde aus der Roosevelt-Zeit, die nun in Gefahr sind.
Bedrohte Kunstschätze aus den 1930er Jahren
Das etwa 90 Jahre alte Sozialversicherungsgebäude ist ein stummer Zeuge des amerikanischen Wohlfahrtsstaats, der in den 1930er Jahren seinen Ausgang nahm. Die Wandgemälde, die unter der Works Progress Administration (WPA) entstanden, gelten als kulturelle Schätze. Laut dem Bericht droht ihr Verlust durch den geplanten Abriss unwiederbringlich zu sein. Trump argumentiert, dass die Gebäude veraltet seien und Platz für moderne Neubauten machen müssten.
Proteste von Denkmalschützern und Historikern
Denkmalschützer und Historiker haben scharfe Kritik an den Plänen geübt. Sie betonen, dass die Gebäude nicht nur architektonisch bedeutend seien, sondern auch ein wichtiges Kapitel der US-Geschichte repräsentierten. Die Wandgemälde zeigen Szenen aus dem Alltag der Amerikaner während der Großen Depression und sind Teil des kulturellen Erbes der New-Deal-Ära. Ein Sprecher des National Trust for Historic Preservation warnte vor einem „kulturellen Vandalismus“.
Trump setzt auf Modernisierung und Effizienz
Die Trump-Administration rechtfertigt die Abrisspläne mit der Notwendigkeit, veraltete Infrastruktur zu modernisieren und Kosten zu senken. Die historischen Gebäude seien ineffizient und entsprächen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards. Eine Entscheidung über die Zukunft der Gebäude steht noch aus, doch Experten befürchten, dass die einzigartigen Wandgemälde unwiederbringlich verloren gehen könnten, falls der Abriss genehmigt wird.



