Zustimmung für Iran-Krieg in USA sinkt auf Tiefstand
Zustimmung für Iran-Krieg in USA auf Tiefstand

Fünf Monate nach Beginn der US-geführten Militärintervention im Iran hat die Zustimmung in der amerikanischen Bevölkerung einen neuen Tiefpunkt erreicht. Laut einer aktuellen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos befürwortet nur noch knapp ein Drittel der US-Bürger den Einsatz. Dies ist der niedrigste Wert seit dem Start der Offensive am 28. Februar dieses Jahres.

Rückhalt schwindet rapide

Die Erhebung, die am vergangenen Wochenende durchgeführt wurde, zeigt, dass lediglich 33 Prozent der Befragten den Militäreinsatz unterstützen. Besonders besorgniserregend für die Regierung Trump ist, dass 69 Prozent der Amerikaner der Ansicht sind, Präsident Donald Trump habe die Ziele der Intervention nicht klar dargelegt. Die allgemeine Zustimmung für die Arbeit des Präsidenten stieg in derselben Umfrage leicht um drei Prozentpunkte auf 37 Prozent – ein schwacher Trost angesichts der tiefen Skepsis gegenüber dem Krieg.

Weißes Haus zeigt sich unbeeindruckt

Das US-Präsidialamt reagierte gelassen auf die Umfrageergebnisse. „Präsident Trump wird seine Entscheidungen nicht von schwankenden Umfragewerten abhängig machen“, erklärte Sprecherin Olivia Wales. „Wichtigstes Ziel bleibt es, den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern.“ Diese Haltung unterstreicht die Entschlossenheit der Administration, den Kurs fortzusetzen, auch wenn der Rückhalt in der Bevölkerung bröckelt.

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Kriegsverlauf und Opferzahlen

Der Krieg begann am 28. Februar mit koordinierten Angriffen der USA und Israels auf den Iran. Seitdem verharrt die Zustimmung in der US-Bevölkerung konstant unter der 40-Prozent-Marke. Bislang sind 18 US-Soldaten sowie Tausende Menschen im Iran und im Libanon ums Leben gekommen. Die hohen Opferzahlen und die unklare Zielsetzung belasten die öffentliche Meinung zunehmend.

Politische Auswirkungen auf die Republikaner

Die unpopuläre Außenpolitik stellt für Trump und seine Republikanische Partei eine ernste Hypothek im Vorfeld der Kongresswahlen im November dar. Die Republikaner müssen ihre knappen Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses verteidigen. Der anhaltende Krieg könnte viele Wechselwähler abschrecken, die Trump im Wahlkampf 2024 mit dem Versprechen gewonnen hatte, die USA aus langwierigen Konflikten herauszuhalten. Ursprünglich hatte Trump die Dauer des Einsatzes auf nur vier bis fünf Wochen geschätzt.

Die Umfrage von Reuters und Ipsos befragte insgesamt 2.005 Erwachsene und hat eine Fehlermarge von etwa 2,5 Prozentpunkten. Sie unterstreicht die wachsende Kriegsmüdigkeit in der US-Bevölkerung, während die Regierung weiterhin auf eine militärische Lösung setzt.

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