Land gibt 10,5 Millionen Euro für Sanierung an Hochschule Merseburg frei
10,5 Mio. Euro für Sanierung an Hochschule Merseburg

Die Hochschule Merseburg hat grünes Licht aus Magdeburg erhalten: Der Finanzausschuss des Landtages hat 10,5 Millionen Euro für Bauarbeiten auf dem Campus freigegeben. Das Geld stammt aus dem EU-Förderprogramm Efre und soll für die Sanierung des Labortrakts verwendet werden, wie Hochschulrektor Markus Krabbes mitteilte.

Sanierung statt Abriss

Ursprünglich war geplant, den maroden Labortrakt abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Doch die nun bewilligten Fördermittel ermöglichen eine umfassende Sanierung des Gebäudes. Dies führt jedoch zu Verzögerungen bei den Abrissplänen, die wiederum den neuen milliardenschweren Nachbarn, das Center for Technology and Chemistry (CTC), vor Probleme stellen.

Konflikt mit CTC-Plänen

Das CTC, ein großes Forschungs- und Technologiezentrum, das in unmittelbarer Nähe zur Hochschule entsteht, hatte auf einen zügigen Abriss des Labortrakts gehofft. Die Verzögerung der Abrissarbeiten könnte nun die Bauzeit des CTC beeinträchtigen. Ein Sprecher des CTC zeigte sich besorgt über die möglichen zeitlichen Überschneidungen und betonte die Notwendigkeit einer engen Abstimmung zwischen beiden Projekten.

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Hintergrund der Sanierung

Der Labortrakt, Baujahr 1970, weist erhebliche bauliche Mängel auf. Die Sanierung umfasst die Erneuerung der gesamten Gebäudetechnik, die Modernisierung der Laborräume sowie die Verbesserung der Energieeffizienz. Die Hochschule erhofft sich dadurch eine deutliche Steigerung der Attraktivität für Studierende und Forschende.

Rektor Krabbes betonte die Bedeutung der Fördermittel für die Zukunft der Hochschule: „Mit dieser Investition können wir unseren Studierenden und Wissenschaftlern moderne Arbeitsbedingungen bieten und gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Campus leisten.“

Ausblick

Die Bauarbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen und voraussichtlich drei Jahre dauern. Während dieser Zeit wird der Labortrakt teilweise gesperrt, was zu räumlichen Engpässen führen könnte. Die Hochschule arbeitet daran, Ausweichmöglichkeiten zu schaffen. Die genauen Auswirkungen auf den Zeitplan des CTC sind noch unklar, aber beide Seiten zeigen sich gesprächsbereit, um eine Lösung zu finden.

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