20% Bonus für Beamte bei längerer Arbeit – Angestellte gehen leer aus
20% Bonus für Beamte bei längerer Arbeit – Angestellte leer aus

Bund und mehrere Bundesländer gewähren Beamten einen finanziellen Bonus von bis zu 20 Prozent, wenn sie über die Regelaltersgrenze hinaus im Dienst bleiben. Diese Maßnahme soll dem Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst entgegenwirken. Angestellte im öffentlichen Dienst gehen hingegen leer aus – sie erhalten keinen vergleichbaren Zuschlag.

Wer bekommt den Bonus?

Der Bonus gilt für Beamte, die nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeiten. Die Höhe variiert je nach Dienstherr: Der Bund zahlt einen Zuschlag von bis zu 20 Prozent des Grundgehalts. Auch Länder wie Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen haben ähnliche Regelungen eingeführt. In anderen Ländern wie Berlin oder Brandenburg gibt es hingegen keine zusätzliche Vergütung für längeres Arbeiten.

Kosten für den Steuerzahler

Die zusätzlichen Zahlungen belasten die öffentlichen Haushalte. Nach Berechnungen des Beamtenbundes kostet der Bonus den Bund jährlich rund 50 Millionen Euro. In den Ländern fallen je nach Größe und Anzahl der betroffenen Beamten weitere Kosten an. Kritiker bemängeln, dass die Ungleichbehandlung von Beamten und Angestellten zu Unmut führen könnte.

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Reaktionen aus der Politik

Der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Ulrich Silberbach, begrüßte die Regelung: „Der Bonus ist ein wichtiges Signal, um erfahrene Fachkräfte im Dienst zu halten.“ Die Gewerkschaft Verdi kritisierte hingegen, dass Angestellte außen vor blieben: „Es ist nicht nachvollziehbar, warum nur Beamte von dieser Regelung profitieren sollen“, so ein Sprecher.

Die Bundesregierung verteidigt die Maßnahme: „Beamte haben eine besondere Treuepflicht, und der Bonus ist ein Anreiz, diese Pflicht über das Rentenalter hinaus zu erfüllen“, erklärte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Die Länder, die den Bonus nicht zahlen, verweisen auf ihre angespannte Haushaltslage.

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