Die Arbeitslosenzahl in Deutschland hat sich im April 2026 nur geringfügig verringert. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte, waren im April 3,008 Millionen Menschen ohne Arbeit – das sind 13.000 weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2025 stieg die Zahl jedoch um 77.000. Die Arbeitslosenquote verharrte im April bei 6,4 Prozent, dem gleichen Wert wie im Vormonat.
Weiterhin über der Drei-Millionen-Grenze
Trotz des leichten Rückgangs liegt die Arbeitslosigkeit weiterhin über der symbolischen Marke von drei Millionen. Experten führen die anhaltend hohe Zahl auf konjunkturelle Schwächen und strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt zurück. Besonders betroffen sind Branchen wie das verarbeitende Gewerbe und der Einzelhandel.
Regionale Unterschiede
Die Entwicklung fiel regional unterschiedlich aus. Während in einigen Bundesländern die Arbeitslosigkeit sank, verzeichneten andere einen Anstieg. Die BA betont, dass die saisonale Belebung am Arbeitsmarkt im April nur verhalten ausgefallen sei. Die Frühjahrsbelebung fiel in diesem Jahr schwächer aus als in den Vorjahren.
Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für die kommenden Monate mit einer stabilen, aber nicht dynamischen Entwicklung. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei weiterhin verhalten, insbesondere in der Industrie und im Baugewerbe. Im Dienstleistungssektor zeige sich dagegen eine leichte Erholung.
Die vollständigen Daten für April 2026 wird die BA in den kommenden Tagen veröffentlichen. Arbeitsmarktexperten erwarten, dass die Arbeitslosigkeit im weiteren Jahresverlauf nur langsam zurückgehen wird.



