Die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen ist im April nur geringfügig gesunken. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Hannover mitteilte, waren im April 277.148 Menschen erwerbslos gemeldet – ein Rückgang um 1.425 im Vergleich zum März. Die Arbeitslosenquote verharrte bei 6,2 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Quote noch bei 6,1 Prozent.
Saisonbedingte Entspannung bleibt aus
Der leichte Rückgang ist saisonal üblich, fällt aber schwächer aus als in den Vorjahren. Die Behörde stützt sich auf Daten, die bis zum 13. April erhoben wurden. Im Vergleich zum April 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 5.041 Personen. Die schwache Konjunktur belastet den Arbeitsmarkt weiterhin.
Experte fordert Wachstumsimpulse
Johannes Pfeiffer, Leiter der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen, bewertete die Lage kritisch: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bremsen den Arbeitsmarkt deutlich. Es braucht jetzt dringend Wachstumsimpulse.“ Die Unternehmen zeigten sich aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage zurückhaltend bei Neueinstellungen. Besonders betroffen sind Branchen wie das verarbeitende Gewerbe und der Handel.
Die Agentur für Arbeit erwartet, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten nur langsam zurückgehen wird, sofern sich die Konjunktur nicht belebt. Auch die Kurzarbeit sei weiterhin ein relevantes Instrument, um Entlassungen zu vermeiden.



