Preußen-Verteidiger Mikkel Kirkeskov hat sich im Derby gegen Arminia Bielefeld einen Außenbandanriss zugezogen. Der 34-jährige Däne musste bereits zur Halbzeit ausgewechselt werden. Nun droht ihm nicht nur das vorzeitige Saisonende, sondern möglicherweise auch das Ende seiner Zeit beim Zweitliga-Schlusslicht.
Verletzungsschock im Derby
Bereits in der ersten Halbzeit der bitteren 2:3-Niederlage gegen Bielefeld kassierte Kirkeskov einen Schlag auf das Sprunggelenk. In der Kabine war für den Linksverteidiger Schluss. Die genaue Diagnose: Anriss des Außenbandes. Damit fällt der Publikumsliebling für das wichtige Spiel am Sonntag in Hannover (13:30 Uhr, live bei Sky) aus. Auch ein Einsatz in den folgenden Partien ist mehr als fraglich.
Vertragssituation ungewiss
Es könnte sein, dass Kirkeskov gegen Bielefeld zum letzten Mal das Preußen-Trikot getragen hat. Sein Vertrag läuft nach zwei Jahren aus. 2024 war er vom damaligen Erstliga-Aufsteiger Holstein Kiel nach Münster gewechselt. In seiner ersten Saison avancierte er sofort zum Führungsspieler und Vize-Kapitän. 29 Einsätze, davon 25 über die volle Distanz, sprachen für seine Bedeutung.
Statusverlust unter neuem Trainer
Mit der Verpflichtung von Trainer Alexander Ende änderte sich Kirkeskovs Rolle. Plötzlich war er nur noch zweite Wahl. Zunächst bekam Luca Bolay den Vorzug, später experimentierte Ende mit verschiedenen Optionen wie Marco Meyerhöfer oder Charalambos Makridis. Kirkeskov, der fehlendes Tempo durch Routine und Stellungsspiel kompensiert, blieb meist nur die Bank. In der laufenden Saison stand er 25 Mal im Kader, aber nur 11 Mal in der Startelf. Viermal spielte er über 90 Minuten.
Kämpferische Einstellung
Der zweifache dänische Nationalspieler zeigte sich vor der Rückrunde kämpferisch: „Die Ersatzrolle ist nur ein zusätzlicher Ansporn. Ich will mich täglich weiterentwickeln.“ Doch nun bremst ihn die Verletzung aus. Gegen Hannover fehlt er sicher, auch gegen Darmstadt ist sein Einsatz fraglich. Eventuell könnte er zum Saisonfinale in Elversberg oder in den Relegationsspielen wieder dabei sein – wenn Münster den 16. Platz noch erreicht.
Zukunft offen
Kirkeskov fühlt sich mit seiner Familie in Münster wohl, doch seine Zukunft ist ungewiss. Klar ist, dass er seine Karriere fortsetzen will – bei Preußen oder anderswo. Sollte Münster absteigen, wäre seine Erfahrung in der 3. Liga Gold wert. Doch beide Seiten müssten dazu bereit sein.



